Luxusimmobilien: Berlin weltweit auf Rang vier

Das internationale Immobilienberatungsunternehmen Knight Frank hat die 20 weltweit führenden Luxusimmobilienmärkte analysiert. Demnach verzeichnet Singapur den höchsten Preisanstieg. Aber auch Madrid und Berlin liegen in der Käufergunst weit vorn.

Wohnungen im Luxussegment verzeichnen in Berlin eine gute Nachfrage.

Im aktuellen Halbjahresbericht des Wealth Report 2018 hat Knight Frank die Entwicklung der Preise für Luxuswohnimmobilien in den 20 wichtigsten Städten der Welt untersucht.

Dabei wird die Rangliste wird mit einem Preiswachstum von 11,5 Prozent von Singapur angeführt, wo die wachsende ausländische Nachfrage und die hohen Grundstückspreise zum Preisanstieg beitrugen.

Auch in Tokio sind die Preise nach oben gegangen (9,4 Prozent), was laut Knight Frank sowohl mit der wirtschaftlichen Stimmung als auch mit den relativen Werten der Stadt im Vergleich zu Hongkong und Singapur sowie den Investitionen im Vorfeld der Olympischen Spiele 2020 zusammenhängt.

Europäische Hauptstädte weiterhin gefragt

Europäische Städte wie Madrid (10,3 Prozent), Berlin (8,5 Prozent) und Paris (sechs Prozent) festigen demnach immer mehr ihre Position. In Paris seien die inländischen Käufer zurückgekehrt, getragen von einer verbesserten Wirtschaftslage und günstigen Finanzierungsmöglichkeiten.

Los Angeles führt die Rangliste der US-Städte an (7,8 Prozent), die im Jahresverlauf bis Juni ein positives Wachstum verzeichneten, was den allgemeinen wirtschaftlichen Erfolg widerspiegelt. In einigen Städten steigen die Immobilienbestände weiter; bis die vollen Auswirkungen der SALT-Reformen (State and Local Tax) von Donald Trump abzusehen seien, werde es wahrscheinlich 2019 werden.

Regulierung nimmt vielerorts zu

Kate Everett-Allen, Partner, International Residential Research bei Knight Frank kommentiert: „Die Richtung und das Volumen der Kapitalströme werden weiterhin von Regulierungen der Immobilienmärkte bestimmt. In den letzten sechs Monaten wurden in Singapur, Hongkong und Vancouver neue makroökonomische Maßnahmen eingeführt, von Leerstandssteuern über Stempelsteuererhöhungen bis hin zu strengeren Bestimmungen bei der Kreditvergabe. Zwar führt Singapur unser jährliches Ranking bis Q2 2018 an. Aber wenn die politischen Entscheidungsträger ihren Willen durchsetzen, wird die jüngste, im Juli 2018 eingeführte Erhöhung der Stempelsteuer für ausländische Käufer und Entwickler einen moderateren Preisanstieg nach sich ziehen.”

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Einerseits könne der massive Anstieg von Vorschriften an vielen Standorten den Gewinn der Anleger einschränken, andererseits hätten neue Vorschriften die Markttransparenz erhöht, sodass einige Käufer mit mehr Vertrauen in aufstrebende Märkte investieren würden.

Knight Frank untersucht in seiner Analyse der weltweiten Immobilienmärkte auch, wie viel Quadratmeter für eine eine Million US-Dollar in diesen 20 Städten gekauft werden können. Im zweiten Quartal 2018 ist demnach Monaco nach wie vor die teuerste Stadt, wo für eine Million US-Dollar lediglich 16 Quadratmeter einer Luxusimmobilie erworben werden können. (bk)

Foto: Shutterstock

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