USA: Verkäufe bestehender Häuser fallen sechsten Monat in Folge

In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Monat September überraschend deutlich gefallen und haben damit den niedrigsten Wert seit fast drei Jahren erreicht. Ein Grund liegt im zu geringen Angebot.

Die steigenden Zinsen in den USA dämpfen die Verkaufszahlen.

Die Verkaufszahlen von Bestandshäusern seien im September im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Prozent gesunken, teilte die Maklervereinigung „National Association of Realtors“ (NAR) in Washington mit. Analysten hatten lediglich einen Rückgang um 0,9 Prozent erwartet. Es handelt sich um den sechsten Rückgang in Folge.

„Dies ist die niedrigste Anzahl an Verkäufen bestehender Immobilien seit November 2015“, kommentierte Lawrence Yun, Chefökonom der NAR. Die Finanzierungszinsen hätten den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht und würden die Käufer von schnellen Kaufentscheidungen abhalten. Zudem sei das Angebot an erschwinglichen Immobilien weiterhin niedrig.

Das Angebot ist den Angaben zufolge im September auf 1,88 Millionen zum Verkauf stehende Bestandsimmobilien gesunken, gegenüber 1,91 Millionen im August.

Rückgang um 4,1 Prozent auf Jahressicht

Auf das Jahr hochgerechnet wurden 5,15 Millionen Häuser verkauft, nachdem Experten mit 5,29 Millionen Häuser gerechnet hatten. Das entspricht einem Rückgang um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Damit erreichten die Hausverkäufe den niedrigsten Wert sei fast drei Jahren. Experten machen steigende Hauspreise und höhere Hypothekenzinsen für die Schwäche verantwortlich. (dpa-AFX / bk)

Foto: Shutterstock

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