Wohnimmobilien: Hochhäuser liegen im Trend

Während imposante Wohntürme schon lange die urbanen Zentren in den USA prägen, galten Hochhäuser in Deutschland seit den 1970er-Jahren als verpönt. Nun aber werden in den Zentren der Metropolen zunehmend elegante Türme mit hochpreisigen Wohnungen errichtet.

Frankfurt am Main: Hier entsteht mit dem 172 Meter hohen „Grand Tower“ der höchste reine Wohnturm Deutschlands.

Eine Studie von Bulwiengesa im Auftrag der Pandion AG zeigt, dass im Zeitraum 2012 bis 2020 in den deutschen A- und B-Städten insgesamt 11.467 Wohnungen in 78 Wohnhochhäusern entstanden sind oder noch entstehen.

„Aufgrund des knappen Flächenangebots besonders in den Metropolen ist die Entwicklung in die Höhe ein logischer Schritt. Dennoch funktioniert diese Wohnform nicht an jedem Standort und bedarf einer besonderen Analyse und des entsprechenden Know-hows der Projektentwickler“, erläutert Pandion-Vorstand Reinhold Knodel.

Wohntürme auch in B-Städten

Die Wohnform etabliere sich und erfahre auch bei Kommunen und Finanzierern einen Imagewandel. Im Zeitraum 2012 bis 2017 wurden demnach insgesamt 4.490 Hochhauswohnungen fertiggestellt. Bis zum Jahr 2020 sollen weitere 6.977 Wohneinheiten hinzukommen.

Nach aktueller Zählung entstehen laut Bulwiengesa in den sieben A-Städten 90 Prozent aller Hochhauswohnungen in Deutschland – 10.299 Einheiten mit einer Wohnfläche von insgesamt 760.038 Quadratmetern.

In jüngster Zeit würden jedoch auch in B-Städten wie Leipzig und Karlsruhe vermehrt Wohntürme entwickelt, im allgemeinen jedoch in kleinerem Maßstab. Aktuell würden in zehn B-Städten zwölf Projektvorhaben registriert.

Höhere Preise für gut verdienende Zielgruppe

Moderne Wohntürme sprechen gezielt eine gut verdienende, urban orientierte Klientel an. Der Gutachterausschuss ermittelte für Frankfurt einen durchschnittlichen Kaufpreis von fast 7.000 Euro pro Quadratmeter für Hochhauswohnungen.

Zu den Projekten, die bundesweit Beachtung finden, zählen etwa die Wohntürme „Friends“ in München oder „Axis“ und „Onyx“ in Frankfurt. Am Berliner Alexanderplatz entsteht mit dem „Hines Tower“ ein Landmark-Projekt.

In Frankfurt wird mit dem „Grand Tower“ der bisher höchste reine Wohnturm Deutschlands mit 172 Metern errichtet. Höhere Quadratmeterpreise sind laut Knodel auf mehrere Faktoren wie etwa die aufwendige Gründung, die Statik, die anspruchsvolle Haustechnik, den Brandschutz oder die Fassade zurückzuführen.

Seite zwei: Gründe für hohe Baukosten

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