Wohnimmobilienmarkt NRW: Knappes Angebot treibt die Preise

Klingt nicht nach einer schnellen Lösung für die Wohnungsnot: Das Grundstückangebot für den Wohnungsbau geht in NRW insgesamt leicht zurück, die Nachfrage dagegen steigen kräftig.

Baulandpreise in Münster und dem Münsterland mit stärkster Teuerungsrate

Auf dem LBS Immobilien-Barometer, das mit einer Skala von minus 10 bis plus 10 die Stimmung auf dem Immobilienmarkt beschreibt, liegt der Nachfragewert für Grundstücke bei plus 8,1, das Angebot dagegen bei minus 0,5.

Die Folge: Die von Empirica befragten Immobilienexperten der LBS und der Sparkassen erwarten, dass Bauland um weitere 5,7 Prozent teurer wird. „Besonders betroffen ist mit 7,8 Prozent das Münsterland“, so LBS-Sprecher Dr. Christian Schröder. Im Sieger- und Sauerland liege die erwartete Preissteigerung mit plus zwei Prozent dagegen in Höhe der normalen Teuerung.

Moderate Preissteigerungen erwartet

Nicht ganz so groß ist die Diskrepanz zwischen Angebot (Index plus 0,6 Prozent) und Nachfrage (plus 5,5 Prozent) bei den neuen Reihenhäusern. „Entsprechend erwarten die Experten eine moderatere Preissteigerung um 3,6 Prozent“, so Schröder. Der höchste Wert liegt hier in der Region Niederrhein (plus 5,2 Prozent).

Beim Neubau von Wohnungen halten sich Angebot (Index plus 4,3 Prozent) und Nachfrage (plus 6,5 Prozent) sogar fast die Waage. „Dass die Preisprognose trotzdem bei plus 4,4 Prozent gesehen wird, liegt an den steigenden Anforderungen beim Neubau und an der hohen Auslastung der Baubetriebe“, so Schröder. Überdurchschnittlich betroffen sind hier der Raum Köln/Düsseldorf (plus 5,1 Prozent) und das Münsterland (plus 5 Prozent). (fm)

Foto: Shutterstock

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