8. Februar 2018, 13:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohninvestments: Niedrige Renditen in guten Lagen

Rasant steigende Preise am Wohnimmobilienmarkt sorgen dafür, dass in guten und sehr guten Lagen kaum noch ausreichende Renditen erzielt werden können. Was das für Investoren bedeutet, hat Cash. untersucht.

Wohninvestments: Schlechte Renditen in guten Lagen

Historische Mehrfamilienhäuser in Berlin sind bei den Investoren hochgradig begehrt.

“In sehr guten Lagen sind die Renditen mittlerweile so gering, dass dort überwiegend Käufer mit einem sehr langen Anlagehorizont und einem niedrigen Risikoprofil wie Pensionskassen, Versicherungen sowie Family Offices auftreten“, erläutert Roman Heidrich, Team Leader Residential Valuation Jones Lang LaSalle Berlin.

“Wenn die Investoren eher risikoavers in ihrer Anlagestrategie agieren und sich deshalb auf Objekte in den Top-Lagen fokussieren, ist die Qualität des Objekts entscheidend, da diese die Grundlage für langfristige Mieterträge darstellt. Denn je stabiler die Mieterstruktur desto stabiler die Mieteinnahmen“, sagt dazu Björn Dahler, Geschäftsführer und Gründer der Dahler & Company.

Risikoaffine Anleger hingegen könnten die Option des Erwerbs einer Immobilie in B- oder C-Lagen anvisieren, die ein höheres Mietsteigerungspotenzial aufweise.

Preise in München besonders hoch

Engel & Völkers (E&V) hat die Entwicklung in seinem “Wohn- und Geschäftshäuser Marktbericht Deutschland 2018“ untersucht. Der mit Abstand teuerste Standort ist nach wie vor München.

Dort legten die Angebotspreise für Wohn- und Geschäftshäuser allerdings in 2017 lediglich um 1,4 Prozent auf durchschnittlich 5.357 Euro pro Quadratmeter zu. Die zweitteuerste Metropole ist Frankfurt, wo ein Zuwachs um 10,1 Prozent auf durchschnittlich 3.326 Euro verbucht wurde.

In Stuttgart legte das Preisniveau um elf Prozent auf 3.204 Euro zu. Zinshäuser in Hamburg verteuerten sich im Schnitt um 11,1 Prozent auf 2.962 Euro pro Quadratmeter. In Berlin machte das Preisniveau einen deutlichen Sprung um 14,8 Prozent auf 2.637 Euro.

Vervielfältiger erreicht ungeahntes Niveau

Ein wichtiger Indikator ist der sogenannte Vervielfältiger. Er gibt die Kaufpreise von Zinshäusern als das Vielfache der Jahresmieteinnahme an. Dabei wird die Nettomiete ohne Nebenkosten angesetzt.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht dies: Ein Mehrfamilienhaus mit 600 Quadratmetern Wohnfläche, das im Schnitt eine Miete von 9,50 Euro pro Quadratmeter erbringt, erzielt eine Jahresmieteinnahme von 68.400 Euro.

Wenn dieses Objekt zum 18-Fachen der Jahresmiete am Markt angeboten wird, so bedeutet dies, dass ein Kaufpreis von 1,23 Millionen Euro zu entrichten ist. Wird dieselbe Immobilien zum 22-Fachen angeboten, so sind 1,5 Millionen Euro zu zahlen.

Nach Angaben von E&V hat der Maximalwert für Vervielfältiger in guten Lagen von München bereits ein Niveau von 32 erreicht – ein Wert, der noch vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten wurde. In Hamburg ist das 29-Fache zu entrichten, in Frankfurt das 25-Fache.

Seite zwei: Tatsächliche Erträge

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

bAV-Reform: Garantieverzicht – die einzige Möglichkeit auf realen Zugewinn

Das Niedrigzinsniveau dürfte durch die Coronakrise und die Geldpolitik der EZB für das gesamte Jahrzehnt zementiert sein. Vor dem Hintergrund wird auch für die betriebliche Altersvorsorgung die Möglichkeit eines vollständigen Garantieverzichts diskutiert. Wie eine bAV-Reform aussehen müsste. Von Dr. Friedemann Lucius, Vorstandsvorsitzender des Instituts der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung (IVS).

mehr ...

Immobilien

Marc Drießen startet mit Bloxxter erste Token-Emission

Das Hamburger Start-Up Bloxxter kündigt den Start seines ersten Projekts „Städtisches Kaufhaus und Reclam-Carrée Leipzig“ an. Die Emission hat ein beachtliches Volumen und erfolgt rein digital, soll aber auch freie Finanzvermittler einbinden. Dahinter steht ein bekanntes Gesicht in der Sachwertbranche.

mehr ...

Investmentfonds

Wie Privatanleger vom Boom bei Homeoffice profitieren können

Die globale Multi-Asset-Investitionsplattform eToro startet ein neues Portfolio, das Privatanlegern ermöglichen soll, in eine Reihe von Unternehmen zu investieren, die wesentlich vom Boom “Remote Work”, also dem Arbeiten von zu Hause, profitieren.

mehr ...

Berater

Rekrutierung: “Am unternehmerischen Erfolg partizipieren”

Cash.-Interview mit Alexander Lehmann, Vorstand für Marketing und Vertrieb beim Maklerpool Fondskonzept, über erfolgreiche Methoden und Strategien bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften.

mehr ...

Sachwertanlagen

LHI Gruppe erwirbt ersten Solarpark in Dänemark

Für einen seiner Investmentfonds für Institutionelle Investoren, hat der Asset Manager LHI aus Pullach i. Isartal im Norden Jütlands, etwa drei Kilometer vor der Küste, einen Solarpark vom Entwickler European Energy A/S erworben.

mehr ...

Recht

Weiterbildungspflicht – ohne Ausreden!

Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Maklerin in Franken absolvierte Weiterbildungszeiten nachweisen muss. Dieser hatte versucht, sich u.a. wegen eines abgeschlossenen zweiten juristischen Staatsexamens dagegen zu wehren. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Ein Beitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...