Zinshäuser: C- und D-Standorte rücken in den Fokus

Die stark gestiegenen Preise für Zinshäuser führen dazu, dass sich Interessenten bereits verstärkt abseits der guten und sehr guten Lagen der Metropolen umsehen. Doch auch in den mittleren Lagen ziehen die Preise bereits deutlich an.

Flensburg
Flensburg: An den Immobilienmärkten von C- und D-Standorten wie diesem bieten sich Chancen für Investments.

„In mittleren Lagen erscheint das Rendite-/Risikoprofil in den Metropolen derzeit für private Kapitalanleger günstiger. Die Vermietbarkeit ist in den mittleren Lagen oder am Stadtrand ähnlich gut und die prozentualen Mietsteigerungen perspektivisch teilweise sogar höher als in den guten und sehr guten Lagen der Innenstädte, wo Wohnungen inzwischen schon zu hohen Mieten vermietet sind“, sagt Roman Heidrich, Team Leader Residential Valuation Advisory Jones Lang LaSalle Berlin.

„Bisher weniger begehrte Lagen können durchaus interessant sein, denn dort ist das Steigerungspotenzial oft höher“, bestätigt Daniel Ritter, Geschäftsführender Gesellschafter bei von Poll Immobilien. Allerdings sollten Käufer die jeweilige Lage genau prüfen.

„Sofern Anleger in die Randgebiete der Metropolen ausweichen, können sie Objekte finden, die eine Rendite von über 4,5 Prozent erzielen können“, sagt Ulrich Dahl, Geschäftsführer Engel & Völkers Commercial Rheinland.

Hohe Renditen in einfachen Lagen

Galten noch vor rund zehn Jahren vor allem die guten und sehr guten Lagen als bevorzugtes Ziel für Kapitalanleger, so hat sich der Blick erweitert. Der Mangel an Wohnungen in den Ballungsräumen lässt die Nachfrage und das Mietniveau auch in mittleren und sogar in einfachen Lagen steigen.

Die höchsten Renditen lassen sich rein rechnerisch in einfachen Lagen erzielen, jedoch sind dort auch die Risiken am höchsten – etwa durch Leerstand, sinkende Nachfrage oder gar Wertverlust. Daher sollten Investments in diesen Lagen professionellen Investoren überlassen werden.

Aufgrund des gestiegenen Käuferinteresses haben die Preise jedoch auch in den mittleren Lagen der Metropolen bereits deutlich angezogen.

B-Standorte sind kein Geheimtipp mehr

Viele Investoren sind daher in jüngerer Zeit bereits verstärkt auf B-Standorte ausgewichen. Dies sind in der Regel prosperierende Standorte mit gutem Bevölkerungswachstum und einem dynamischen Arbeitsmarkt.

Oft handelt es sich um beliebte Universitätsstädte oder Hauptstädte der Bundesländer, wie Hannover, Mainz und Wiesbaden. Auch Bonn, Münster, Karlsruhe, Nürnberg und Mannheim werden zu den B-Standorten gezählt.

Allerdings sind viele dieser auch „Hidden Champions“ genannten Städte schon länger keine Geheimtipps mehr. Die hohe Nachfrage nach Zinshäusern macht sich auch dort bereits bemerkbar und hat die Preise in die Höhe schnellen lassen.

Seite zwei: Preise in B-Städten steigen stark

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