Anzeige
13. Februar 2018, 11:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohninvestments: “Jeder Kauf ist mit Risiken verbunden”

Da die hohe Nachfrage nach Immobilien stark durch die Niedrigzinsen befeuert wird, stellt sich für viele Marktteilnehmer die Frage, welche Folgen eine mögliche Zinserhöhung hätte.

Wohninvestments: Jeder Kauf ist mit Risiken verbunden

Die Experten warnen Immobilienkäufer vor dem Ende der aktuellen Hochphase am deutschen Wohnimmobilienmarkt.

Bisher hat die Europäische Zentralbank an ihrem Kurs festgehalten und die Zinsen im Gegensatz zur amerikanischen Notenbank Federal Reserve nicht erhöht. Allerdings rechnen viele Marktbeobachter damit, dass noch im laufenden Jahr vorsichtige Zinsschritte erfolgen werden.

„Eine Zinserhöhung hätte klare Auswirkungen auf die Preise. Es wäre ein unmittelbarer Preisverfall zu erwarten. Die Experten streiten nur um die Höhe der Amplitude, aber nicht um die Tatsache an sich“, ist Oliver Moll, Inhaber und Geschäftsführer von Moll & Moll Zinshaus in Hamburg, überzeugt.

Geringes Angebot an Zinshäusern

Auch Angela Thamm, Geschäftsführerin des auf die Sanierung von Denkmalimmobilien spezialisierten Unternehmens Thamm & Partner, sieht die hohe Zahlungsbereitschaft vieler Käufer skeptisch.

“In Berlin und Potsdam ist die Nachfrage durch Investoren unverändert hoch, das Angebot an Zinshäusern ist allerdings mehr als spärlich. Hier ist inzwischen jeder Kauf mit Risiken verbunden, teilweise erscheint das Preisniveau nicht mehr rational begründet zu sein”, berichtet sie.

Thamm erklärt: “Wir sind seit den 1990er-Jahren in Ankauf, Sanierung und Weiterverkauf beziehungsweise Vermietung von Mehrfamilienhäusern in Berlin und Potsdam aktiv.”

“Entsprechend bauen wir auf Erfahrungen auf und sehen die vielen Newcomer im Markt mit einer gesunden Skepsis. Vermutlich werden einige heute teuer gehandelte Zinshäuser in wenigen Jahren als Notverkäufe zu dann wieder attraktiven Preisen auf den Markt kommen.“

Hochphase bleibt nicht ewig bestehen

Auch das Berliner Researchinstitut Empirca sieht die hohen Preisanstiege kritisch und warnt, dass es ein Rückschlagspotenzial für die Preise von Wohnimmobilien gibt, sobald es zu Zinserhöhungen kommt.

Generell gilt daher: Immobilienkäufer sollten sich bewusst sein, dass sich der Markt in einer Hochphase befindet und es auch wieder zu einer Zeit mit Preisrückgängen kommen kann.

Je länger ihr Anlagehorizont ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei einem Wiederverkauf keinen Verlust hinnehmen müssen. (bk)

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Cash.-Ausgabe 02/2018.

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

Chancen an Rhein und Neckar

Wohninvestments: B-Städte starten gut ins Jahr

Dr. Klein: Groko wird Eigentumsquote nicht steigern können

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

Arbeitskraftabsicherung: Das große Paradoxon

Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Flexibilität, Bereitschaft zu lebenslangem Lernen und eine robuste Gesundheit sind wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben. Eine aktuelle Studie von Gothaer und F.A.Z.-Institut zeigt nun, wie groß bei den Bürgern die Ängste sind, beruflich ins Aus zu geraten.

mehr ...

Immobilien

Kräftiges Auftragsplus für die Baubranche im Juli

Die Auftragsbücher der Baufirmen in Deutschland sind weiter gut gefüllt. Im Juli des laufenden Jahres verzeichnete das Bauhauptgewerbe real – also in konstanten Preisen – 2,7 Prozent mehr Bestellungen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

mehr ...

Investmentfonds

DJE Kapital erweitert Vorstand

Thorsten Schrieber (53) wird zum 1. Oktober dieses Jahres Mitglied des Vorstands des Pullacher Vermögensverwalters DJE Kapital AG. Damit erweitert er das DJE-Management-Team, bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Jens Ehrhardt, dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Jan Ehrhardt, Dr. Ulrich Kaffarnik sowie Peter Schmitz.

mehr ...

Berater

Data Science Experten als Rückgrat der Finanzrevolution

Billy Beane und Peter Brand waren es, die in den “Moneyball Years“ die Major League Baseball nachhaltig auf den Kopf stellten, indem sie Sportler-Daten in bislang unbekanntem Ausmaß sammelten und analysierten. Auch in der Finanzindustrie spielen Data Science Experten eine Schlüsselrolle.

Gastbeitrag von Alexander Schlomberg und Arne Hosemann, Expertlead

mehr ...

Sachwertanlagen

Kitas für die Zahnarzt-Renten

Die Kölner Omega Immobilien Kapitalverwaltungs AG hat einen geschlossenen Spezial-AIF aufgelegt, der mit einem Investitionsvolumen von rund 55 Millionen Euro in Kindertagesstätten (Kitas) im Rheinland investiert. Der Fonds hat nur einen einzigen Anleger.

mehr ...

Recht

Plausibilitätsprüfung! Unbegrenztes Haftungsrisiko für Vermittler?

Anlagevermittler sehen sich vor Gericht nicht selten dem Vorwurf ausgesetzt, sie hätten die Plausibilität des Prospekts nicht geprüft. Wo sind die Grenzen und wie können Vermittler Pflichten reduzieren?

mehr ...