4. September 2018, 14:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zinshäuser: So teuer sind die Metropolen

Für Investoren war Berlin in den letzten Jahren einer der beliebteste Märkte in Deutschland. Mit ihren Aktivitäten sorgten sie jedoch gleichzeitig selbst dafür, dass die Renditeaussichten stetig sanken: Die hohe Nachfrage trieb die Preise in die Höhe, die Mieten stiegen nicht gleichermaßen stark, Ergebnis sind für Investoren ungünstige Renditen. Da viele Anleger auch in Berlin auf steigende Preise und Mieten setzen, sind solche Objekte laut Immoverkauf24 dennoch attraktiv.

Auch in Berlin dezimierte sich die Zahl verfügbarer Mehrfamilienhäuser auf den Markt: Die Anzahl der Transak­tionen im Segment der Mehrfamilienhäuser nahm von 2013 (842 Verkäufe) bis 2016 (515 Verkäufe) deutlich ab. 2017 war wieder ein leichter Anstieg auf 580 Objekte zu verzeichnen, was auf den verstärkten Verkauf von neu errichteten Mehrfamilienhäusern zurückzuführen sei.

Hamburg

In Hamburg nahmen die Renditeaussichten für Investoren bei Mehrfamilienhäusern laut Immoverkauf24 von Jahr zu Jahr ab: Um 26 Prozent steigerte sich der Kaufpreisfaktor in den letzten fünf Jahren auf das 24-fache der Jahresmiete in 2017, 2013 betrug er noch 19. Geschuldet sei der erhöhte Kaufpreisfaktor den steigenden Immobilienpreisen: In den vergangenen fünf Jahren erhöhte sich der durchschnittliche Quadratmeterpreis von Mehrfamilienhäusern von 2.256 Euro auf rund 2.800 Euro und stieg damit um gut 24 Prozent.

Weil die Mieten zwar ebenfalls stiegen, je­doch nicht gleichermaßen stark wie die Immobilienpreise, müssten Investoren abnehmende Erträge hinnehmen. Attraktiv seien solche Investitionen für Investoren, weil sie auf steigerbare Mieten oder den teureren Wieder­verkauf setzen.

Die Anzahl der Transaktionen blieb zuletzt beinahe gleich: 439 Mehrfamilienhäuser wurden 2017 verkauft und damit genau ein Objekt mehr als im Vorjahr. Um höhere Renditen zu erreichen, verlegten sich Anleger in Ham­burg im letzten Jahr auch auf bisher weniger gefragte Viertel und investierten verstärkt im Osten Hamburgs: So verzeichnete im Jahr 2016 Rahlstedt am zweitmeisten Transaktionen von Zinshäusern, 2017 wurde auch Billstedt zum beliebten Betätigungsfeld von Investoren, hier fanden mit 15 Verkäufen genauso viele Transaktionen wie in Eimsbüttel statt. Zudem kauften Anleger 2017 mehr Zinshäuser in mäßigen und mittleren Lagen.

Frankfurt am Main

In Frankfurt am Main zahlten Käufer von Mehrfamilienhäusern nach Angaben von Immoverkauf24 2017 im Schnitt das 26-fache der Jahresnet­tokaltmiete. Der Kaufpreisfaktor steigerte sich dort seit 2013 um 43 Prozent. Der durchschnittliche Quadrat­meterpreis von Mehrfamilienhäusern stieg um 35 Prozent in den vergangenen fünf Jahren auf 3.346 Euro.

Seite 4: Köln bietet noch günstige Objekte

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Lebensversicherungen: GDV meldet Zuwachs bei Auszahlungen

Die deutschen Lebensversicherer haben 2019 deutlich mehr an ihre Kunden ausgezahlt als ein Jahr zuvor. Auch das bei Lebensversicherern angesparte Geldvermögen legte zu, meldet der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Investmentfonds

Coronakrise: HWWI-Chef plädiert für Grundeinkommen

Am 2. April war der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Professor Dr. Henning Vöpel zu Gast auf dem Roten Sofa in der NDR-Sendung “DAS!”. Dabei sagte er dramatische wirtschaftliche Auswirkungen durch die Corona-Pandemie voraus und erläuterte seine unkonventionelle alternative Lösung zum Hilfspaket der Bundesregierung. 

mehr ...

Berater

Sucht: Aus der Bodenlosigkeit die Kontrolle zurückgewinnen

Suchtproblematik am Arbeitsplatz – klingelt da was bei Ihnen? Dann lesen Sie unbedingt weiter! Die Fürstenberg-Kolumne mit Mareike Fell

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT schließt institutionellen US-Fonds und investiert erneut in Boston

Die BVT Unternehmensgruppe, München, hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft Derigo für den von ihr verwalteten geschlossenen Spezialfonds BVT Residential USA 12 die dritte Investition vorgenommen. Ein Nachfolge-Spezialfonds ist geplant.

mehr ...

Recht

Neuer Mieterschutz in Kraft: Wie Sie durch die Krise kommen

Ab heute gilt für Mieterinnen und Mieter, die durch finanzielle Einschnitte in besonderem Maße von der Corona-Krise betroffen sind, ein erweiterter Kündigungsschutz. Es ist aber für Betroffene laut GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen weitere Unterstützung nötig.

mehr ...