12. Juni 2019, 11:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Angebot auf dem Immobilienmarkt schrumpft: Gebrauchte Häuser werden teurer

Für Hauskäufer wird auch auf dem Bestandsmarkt das Angebot zunehmend knapper und teurer. So sind die Preise für gebrauchte Reihenhäuser und Doppelhaushälften in den vergangenen drei Jahren in fast ganz Niedersachsen gestiegen. Am teuersten sind sie derzeit in Hannover. Das zeigen die Preisdaten für den Zeitraum drittes Quartal 2018 bis erstes Quartal 2019, die das Institut empirica im Auftrag der LBS Nord- deutsche Landesbausparkasse Berlin – Hannover (LBS Nord) ermittelt hat.

Kaufpreise Reihenh User Doppelhaush Lften Niedersachsen 3 2018-1 2019 in Angebot auf dem Immobilienmarkt schrumpft: Gebrauchte Häuser werden teurer

In Hannover werden Reihenhäuser oder Doppelhaushälften aus dem Bestand zu einem Standardpreis von 420.000 Euro angeboten. Ein durchschnittlicher Haushalt muss für den Kauf eines solchen Objektes etwa zehn Jahresnettoeinkommmen aufbringen. Die Spitzenpreise in der Landeshauptstadt liegen noch deutlich höher: Im oberen Preissegment werden für ein Viertel aller Häuser mindestens 516.000 Euro verlangt.

Günstiger wird es in Hannovers Umland

Hier erreichen die Angebote einen Standardpreis von rund 300.000 Euro. Mit rund sieben örtlichen Haushalts- nettoeinkommen fällt der finanzielle Aufwand deutlich geringer aus. Zu den teureren Regionen in Niedersachsen mit Hauspreisen über 300.000 Euro gehören auch die Städte Oldenburg (319.000 Euro) und Wolfsburg (312.000 Euro) sowie der Landkreis Harburg (319.000 Euro).

Käufer müssen hier das Sechs- bis Neunfache eines Haushalts- einkommens für ein gebrauchtes Reihenhaus oder eine Doppelhaus- hälfte aufbringen. Die Spitzenpreise in diesen Regionen liegen über 350.000 Euro.

Niedersachsen verzeichnet stark steigende Preise

In Niedersachsen sind die Preise für gebrauchte Häuser seit 2016 im Durchschnitt um gut acht Prozent pro Jahr gestiegen. In einigen Regionen haben sich Reihenhäuser und Doppelhaushälften besonders stark verteuert. So legten etwa die Objektpreise in den Landkreisen Cloppenburg und Lüchow-Dannenberg jährlich um 17 Prozent zu. Auch im Landkreis Leer (plus 16 Prozent pro Jahr) sowie in den Landkreisen Cuxhaven, Gifhorn, Rotenburg/Wümme und der Stadt Oldenburg gab es hohe Preissteigerungen (jeweils plus 15 Prozent pro Jahr).

„Da weiterhin zu wenig Ein- und Zweifamilienhäusern gebaut werden, leert sich auch der Markt für Reihenhäuser und Doppelhaushälften aus dem Bestand. Gebrauchte Häuser in platzsparender Bauweise bleiben aber eine preiswerte Alternative für den Schritt in die eigenen vier Wände. Dabei profitieren Wohneigentumsinteressenten nach wie vor von niedrigen Zinsen und staatlichen Förderungen wie Baukindergeld und Wohn-Riester“, betont Dr. Rüdiger Kamp, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord.

In Northeim bleibt es günstig

Die günstigsten gebauchten Häuser werden derzeit im Landkreis Northeim angeboten. Für gebrauchte Reihenhäuser und Doppelhaushälften wird gerade einmal ein Standardpreis von 69.500 Euro verlangt. Umgerechnet entspricht das 1,6 örtlichen Jahresnettoeinkommen. Auch im Landkreis Holzminden ist bei einem Standardpreis von 73.750 Euro ein Hauskauf für weniger als 100.000 Euro möglich.

Die Immobilienexperten haben dafür die Verkaufsangebote in den niedersächsischen Tageszeitungen und in Online-Portalen ausgewertet.

 

Foto: LBS

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BRSG: Wie der Vertrieb seine Rolle stärker nutzen kann

Seit über einem Jahr setzt das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) Anreize für den Vertrieb, das Thema betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu forcieren. Doch wie ist es um die Ausrichtung des Vertriebs bestellt? Ein Kommentar von Dr. Matthias Wald, Leiter Vertrieb bei Swiss Life Deutschland.

mehr ...

Immobilien

Neue Strategien fürs Energiesparen

32 Prozent der Heizungen in deutschen Kellern sind 20 Jahre oder älter. Sie verursachen höhere Heizkosten und stoßen mehr CO2 aus als moderne Geräte. Steigende Energiepreise sorgen seit Jahren für Frust bei Immobilienbesitzern. Doch der Staat unterstützt energetische Sanierungen mit Fördermitteln. Höchste Zeit, veraltete Anlagen zu ersetzen oder zu modernisieren.

mehr ...

Investmentfonds

NordLB: Finanzspritze verzögert sich – Umsetzung erst im 4. Quartal

Die Rettung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) mit einer vereinbarten Milliarden-Finanzspritze verzögert sich. Wie das Institut am Donnerstagabend in Hannover mitteilte, kann die bisher für das 3. Quartal geplante Umsetzung der Kapitalmaßnahmen erst im 4. Quartal dieses Jahres erfolgen.

mehr ...

Berater

Neuer Trend mit Potenzial: Design Thinking hilft Unternehmen, effizienter zu arbeiten

Die Entwicklung von neuen Ideen, Konzepten und Produkten gehört zu einem der schwersten Arbeitsprozesse. Auf Knopfdruck kreativ und innovativ zu sein, gelingt den wenigsten Menschen. Die Agile Coaches und Unternehmensberater des Darmstädter Unternehmens 4craft packen das Problem an der Wurzel: Für alle, egal ob Angestellten, Produktentwickler oder Führungskräfte, die in der Entwicklung neuer Produkte auf Granit beißen, bieten sie Workshops in Design Thinking an.

mehr ...

Sachwertanlagen

Speziell für Stiftungen und institutionelle Anleger: Vollregulierter Zweitmarktfonds mit günstigem Risikoprofil

Die Bremer Kapitalverwaltungsgesellschaft HTB Fondshaus bringt nach einer Reihe von Publikums-AIF erstmals einen Spezial-AIF für Stiftungen und institutionelle Anleger heraus. Neben sogenannten semiprofessionellen Anlegern können sich auch institutionelle Investoren ab einer Summe von 200.000 Euro am Spezial-AIF beteiligen.

mehr ...

Recht

Gesetzlicher Unfallschutz greift auch bei Probearbeit

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt auch an Probearbeitstagen. Das geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel von Dienstag hervor.

mehr ...