21. März 2019, 15:17
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Baufinanzierung: Brexit-Chaos hält die Zinsen niedrig

Eigentlich sollte Großbritannien am 29. März aus der EU austreten. Nun wird eine Fristverlängerung angestrebt, doch auch der an den Finanzmärkten gefürchtete harte Brexit ist noch möglich. Wie sich all das auf die Bauzinsen auswirkt, erklärt Michael Neumann von Dr. Klein.

Baufinanzierung: Brexit-Chaos hält die Zinsen niedrig

Die Talfahrt geht weiter: Die Bauzinsen erreichen einen neuen Tiefstand.

In den vergangenen Wochen stimmte das britische Unterhaus sowohl gegen den Brexit-Deal von Prämierministerim Theresa May als auch gegen den No-Deal-Brexit und beschloss stattdessen eine Verschiebung des Austrittsdatums.

Das Problem dabei: Dieser Verlängerung der Frist müssen auch alle 27 EU-Länder zustimmen. Über das weitere Vorgehen wird auf dem Gipfel-Treffen heute und morgen zwischen EU und UK entschieden.

Für die EU ist die Lage mehr als misslich: Einerseits kann der Sinn einer Verlängerung in Frage gestellt werden, schließlich ist die britische Politik aktuell so gespalten, dass eine Einigung in den kommenden Wochen an eine Wunder grenzen würde.

Finanzmärkte fürchten harten Brexit

Größter Streitpunkt ist dabei weiterhin der sogenannte Backstop, die Garantie für eine offene Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland, bis ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien geschlossen ist.

Andererseits hätte auch eine Ablehnung der Fristverlängerung und ein ungeregelter Brexit schwerwiegende Folgen für alle Beteiligten. So sind viele europäische Unternehmen nicht genügend auf ein No-Deal-Szenario vorbereitet und auch die Europawahl Ende Mai könnte der chaotische Ausstieg beeinflussen.

“Die Finanzmärkte fürchten einen harten Brexit am meisten, denn die unabsehbaren Folgen würden für eine extreme Volatilität mit Abwärtspotenzial sorgen – die Bauzinsen dürften in diesem Fall neue Tiefstände erreichen”, erklärt Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG.

“Eine Fristverlängerung und neue Verhandlungen mit der EU sind meines Erachtens am wahrscheinlichsten. Auch das bringt zwar Unsicherheit, der Effekt ist allerdings überschaubar, da sich die Märkte inzwischen darauf eingestellt haben.”

Seite zwei: Wirtschaftliche Aussichten bleiben trüb

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