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3. Januar 2019, 10:13
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“Bestellerprinzip bringt massiven Verbraucherschaden”

Das Bestellerprinzip konnte bereits breiten Mietkreisen keine Verbesserung des Wohnraumstandards, keinen Mietstillstand und erst recht kein vermehrtes erschwingliches Wohnungsangebot bringen. Mithin: Seine Zielerreichung ist deutlich gescheitert. 

Bestellerprinzip bringt massiven Verbraucherschaden

Ein paar Monate nach Einführung des Bestellerprinzips spüren Immobilienmakler deutliche Einbußen.

Dennoch plant nun die Bundesregierung die Ausweitung des Bestellerprinzips auch beim Immobilienkauf. Kann das Bestellerprinzip schon im Mietsegment nicht helfen, wie soll es wundersam dann Käufern helfen? fragt Dr. Wulff Aengevelt, von Aengevelt Immobilien.

Dagegen ist seit 120 Jahren im BGB und in der Rechtsprechung der ehrliche Makler als fairer Transaktionsbegleiter beider Parteien, denen er jeweils mit Marktkenntnis und Sachkunde die Sorgfalt des ordentlichen Immobilienkaufmanns schuldet und dadurch eine nutzerstiftende Dienstleistung erbringt, fest verankert. Genau dies setzt unser Haus zum Beispiel im Privatimmoblienbereich bewusst und gezielt um und wird entsprechend – für alle Seiten vollkommen transparent – als Doppelmakler zugleich von Verkäufer und  äufer honoriert.

Makler als unabhängiger Berater verschwindet

Mit dem Bestellerprinzip auch beim Immobilienkauf verlöre der Immobilienkäufer dagegen schlagartig den Makler als unabhängigen Berater, Dienstleister und markt- und sachkundigen Vertreter seiner Interessen, während der Verkäufer als Besteller einen zukünftig nur noch allein seine Interessen vertretenden Vertriebler gewinnt. Dieses Modell wäre eine einseitige Begünstigung des Verkäufers bei gleichzeitig massiver Schwächung und Schlechterstellung des Käufers. Mithin: Eine Ausweitung des ohnehin gescheiterten Bestellerprinzips bringt statt Verbraucherschutz massiven Verbraucherschaden!

Foto: Shutterstock

7 Kommentare

  1. Makler und Immobilieneigentümer nutzen den Immobilienboom aus während
    Immobilienkäufer das Nachsehen haben – das Bestellerprinzip ist überfällig!

    Da bei einem Immobilienkauf die Nebenkosten prozentual vom Kaufpreis abhängen, profitieren von den seit Jahren steigenden Immobilienpreisen vor allem Immobilieneigentümer und Immobilienmakler welche die Marktsituation ausnutzen.
    Käufer müssen eine Leistung bezahlen auf die Sie keinen Einfluss haben.
    Die Maklerprovision macht einen erheblichen Anteil der Erwerbsnebenkosten aus. Der Kauf einer Immobilie scheitert heute oft schon an den Ersparnissen welche von der Bank als Eigenkapital gefordert werden um die Erwerbsnebenkosten zu bezahlen.
    Makler sowie Lobbyisten aus der Immobilienbranche werden nicht müde das Bestellerprinzip in ein negatives Licht zu rücken bzw. Nachteile aufzeigen zu wollen welche keine sind.
    Es bleibt zu hoffen, dass sich die Politiker nicht beeinflussen lassen und das Bestellerprinzip auch beim Immobilienkauf baldmöglichst in Kraft tritt.

    Folgende haltlosen Argumente werden von Immobilienmaklern und deren Lobbyisten im Internet und sonstigen Medien gegen das Bestellerprinzip gestreut:
    • „Beim Immobilienkauf verlöre der Immobilienkäufer schlagartig den Makler als unabhängigen Berater, Dienstleister und markt- und sachkundigen Vertreter seiner Interessen, während der Verkäufer als Besteller einen zukünftig nur noch allein seine Interessen vertretenden Vertriebler gewinnt“
    Spätestens mit dem Beginn der Nullzinspolitik befindet sich die Immobilienbranche ausschließlich im ‘Verkäufermarkt’. Dies bedeutet, dass aufgrund des nur noch stark begrenzten Immobilienangebots unter Maklern ein Kampf um verkaufswillige Eigentümer ausgebrochen ist.
    Selbstverständlich hat auch speziell aufgrund der aktuellen Marktsituation nur der Verkäufer Einfluss auf den Makler.
    Welche Details zwischen Verkäufer und Makler tatsächlich vereinbart werden wird der Käufer letztendlich nie erfahren.
    Der Arbeitsaufwand beim Verkauf einer Immobilie hat sich für Makler in den letzten 30 Jahren nicht verändert, die Provisionen sind aufgrund der stark gestiegenen Verkaufspreise in die Höhe geschossen. Die Höhe der Maklerprovision hängt direkt mit dem Verkaufspreis zusammen. Ein Makler ist selbstverständlich immer daran interessiert, einen möglichst hohen Verkaufspreis zu erzielen.
    Ein Immobilienmakler in Bezug auf den Käufer einer Immobilie als Berater zu sehen, ist doch sehr fragwürdig. Sollten nach einem Immobilienkauf z.B. versteckte Mängel zum Vorschein kommen, ist der Käufer gegenüber dem Makler in der Beweispflicht.
    Dies bedeutet u.a. der Käufer muss auf eigenen Kosten externe Gutachter sowie einen Rechtanwalt einschalten.
    Aus diesem Grund greifen schon heute viele Käufer ‘vor dem Kauf’ auf externe und somit unabhängige Gutachter und somit Berater zurück.

    Die Möglichkeit für Käufer auf Berater zurückzugreifen bleibt bei einem Bestellerprinzip unverändert bestehen. Hinzu kommt, dass der Käufer dann in der Lage ist, Umfang und Art der Beraterleistung zu verhandeln. Man bezahlt nur die Kosten welche tatsächlich anfallen.
    • „Außerdem wird befürchtet, dass Verkäufer ihre Immobilie ohne ausreichende Fachkenntnisse auf eigene Faust verkaufen.“
    Für den Verkäufer besteht weiterhin die Möglichkeit auf Immobilienmakler oder die Leistung sonstiger Dienstleister zurückzugreifen, wenn dies gewünscht wird. Das Resultat wird sein, dass sich bei den Immobilienmaklern die Spreu vom Weizen trennt. Dies bedeutet, seriöse Dienstleister werden sich durchsetzen unseriöse verschwinden vom Markt. Die Dienstleistung wird transparenter und nachvollziehbarer als es bisher ist. Es entsteht ein Wettbewerbsdruck auf die Immobilienmakler was wiederum zur Folge hat, dass die Qualifikation und somit auch die Qualität der Dienstleistung steigt. Ein echter Wettbewerb entsteht wovon der Kunde aufgrund fallender Kosten profitieren wird.
    • „Es ist damit zu rechnen, dass Makler mit den Verkäufern vereinbaren, die Provision auf den Kaufpreis aufzuschlagen.“
    Eigentümer wie auch Immobilienmakler werden unabhängig vom Bestellerprinzip, immer den am Markt höchst möglichen zu erzielenden Verkaufspreis aufrufen. Die Nebenkosten kommen in der aktuellen Situation nur noch obendrauf.
    • „Das Bestellerprinzip konnte bereits in breiten Mietkreisen keine Verbesserung des Wohnraumstandards, keinen Mietstillstand und erst recht kein vermehrtes erschwingliches Wohnungsangebot bringen.“
    Für Mietwohnungen wurde das Bestellerprinzip bereits 2015 eingeführt. Gegenüber aller Unkenrufe hat es sich schnell bewährt. Viele Makler mussten ihre Courtage senken, weil Vermieter nicht bereit waren diese zu bezahlen.
    Das Bestellerprinzip ist nicht dafür gedacht um das Wohnungsangebot bzw. den Wohnraumstandard zu erhöhen. Ziel ist, Immobilienkäufer zu entlasten und deren Position wieder zu stärken.
    Die Rechtsgrundlage auf der sich die Makler berufen ist im BGB niedergeschrieben und über 100 Jahre alt, es ist daher an der Zeit dies an die heutige Zeit anzupassen.
    • „Die Einführung des Bestellerprinzips könnte zu einer finanziellen Mehrbelastung führen, da Käufer aufgrund der höheren Kaufpreise letztlich auch mehr Grunderwerbsteuer zahlen müssten. Statt das Bestellerprinzip auszuweiten, wäre es sinnvoller, die Grunderwerbsteuer zu senken.“
    Selbst dann würde der Kunde günstiger wegkommen.
    Unabhängige Experten sagen jedoch voraus, dass die Provisionssätze beim Immobilienkauf durch das Bestellerprinzip, wie auch zuvor beim Mietwohnungsmarkt, stark sinken werden.
    Unabhängig davon das Bestellerprinzip auszuweiten spricht nichts dagegen zukünftig auch über die die Grunderwerbsteuer nachzudenken bzw. diese zu senken.

    Das Bestellerprinzip sagt nichts anders aus als, dass derjenige der die Vermarktungsleistung bestellt, diese auch bezahlt!

    Fazit: Einige Immobilienmakler haben vor lauter Gier ihr eigenes Grab geschaufelt und sind nun überrascht, wenn Sie darin begraben werden!

    Siehe auch: https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article184884410/Makler-nutzen-den-Immobilienboom-aus.html

    Kommentar von Hank — 14. Januar 2019 @ 23:04

  2. Die Einführung des Bestellerprinzips für Kaufimmobilien wird zu steigenden Immobilienpreisen führen. Die Courtage wird zukünftig auf den Kaufpreis draufgeschlageen und der Käufer darf dann auch noch hierfür die Grunderwerbsteuer und die Notar-und Gerichtskosten zahlen. Das ist das Problem wenn sich Politiker die leider keine Ahnung haben mit Dingen auseinandersetzen die nach Aussen gut klingen aber zu einer Verschärfung des Problems beitragen. Jeder der glaubt dadurch auch nur einen Cent weniger zu zahlen ist auf dem Holzweg.

    Kommentar von Stes — 9. Januar 2019 @ 14:47

  3. Die Möglichkeit die ebay-Gebühren, die bei einem Verkauf anfallen, auf den Käufer abzuwälzen, wurde bereits vor Jahren abgeschafft.
    Zu Recht!
    Was sich bei der Vermietung noch im Bereich weniger tausend Euro befindet, eskaliert beim Verkauf in teilweise astronomische Höhen.
    Für einen Privatkäufer bedeutet dies eine Mehrbelastung von häufig mindestens 5,95% auf den KP. In einigen Regionen sogar mehr.
    Bei stetig steigenden Immobilienpreisen sind dies schnell 25.000 – 40.000 Euro des Budgets.
    Die einzigen, die davon profitieren sind Verkäufer, die eine Arbeitsersparnis erzielen und für die Immobilie einen passenden Käufer finden lassen. Keine Besichtigungen und keine Preisverhandlungen sind notwendig.
    Welchem Verkäufer ist diese Dienstleistung soviel wert?
    Diese Frage muss gestellt werden, wenn der Käufer keinen weiteren Nutzen aus der Dienstleistung für sich erhält. Meines Erachtens würden viele Verkäufer für sich Internetportale entdecken, Fotos selber einstellen, zwei bis drei Besichtigungstermine vereinbaren und dann einen Käufer für sich bestimmen. Wenn der Zeitwerte Aufwand dann der Maklerprovision entspräche, dann würde ich es abgeben. Aber wer kann das schon für sich behaupten?

    Vermutlich werden am Ende die Makler es schaffen, die eine Top-Dienstleistung zu einem fairen Preis anbieten. Dieser muss tatsächlich gerechtfertigt sein und seinem Nutzen entsprechen.
    Dieses Kosten/Nutzen Verhältnis ist derzeit sicherlich völlig aus den Fugen geraten und somit ist eine rechtliche Regelung in die geplante Richtung nachvollziehbar.
    Die Immobilienmakler haben sich in vielen Fällen aus lauter Gier ihr eigenes Grab geschaufelt.

    Kommentar von Frank Hellweg — 7. Januar 2019 @ 11:46

  4. Ich kann hier noch nicht einmal sehen wer diesen Artikel verfasst hat. Klassischer Fall von Lobbyarbeit. Es wird dauernd darüber diskutiert ob das Bestellerprinzip etwas bewirkt, jedoch geht es primär um entsorgung von überzogenen Maklergebühren. Und wenn ich keine Provision abdrücken muss, hat es für mich (Den Wähler) funktioniert. Und ob sich dann Makler nach der Einführung mal richtige Jobs suchen müssen is mir dabei letztlich ganz egal. Die meisten müssen danach trotzdem nicht verhungern, es sei denn sie können nichts. Das Arbeitsamt bietet aber umschlungen an..

    Kommentar von Rtt34 — 4. Januar 2019 @ 23:18

  5. Naja, in der Regel sind die “Besteller” doch “Verkäufer” und/oder “Vermieter”, und da ist es mehr als gerecht und fair, das diese auch die “Bestellung” bezahlen. Ganz einfach…

    Kommentar von Nils Fischer — 4. Januar 2019 @ 15:06

  6. Ich hatte beim Umzug in meine heutige Mietwohnung, 2008, inmitten von Berlin einen solchen ehrlichen Makler, Standardmakler meiner großen Wohnungsverwaltung. Top angezogen, guter Umgang, messingfarbene Mietvertragsklammern, aber sehr kurz angebunden.

    Als ich die Höchstprovision runterhandeln wollte, hat die Dame mich ausgelacht, und gemeint, es wären genug Interessenten da.
    Ihr Aufwand in Mitten von Berlin: Ein paar Stunden. Provision: 2100 EUR.

    Ehrlichkeit ist kein Kriterium für einen funktionierenden Markt und Wettbewerb. Rahmenbedingungen mit vernünftigen Anreizen schon.
    Makler haben mit der brenzligen Wohnsituation nichts zu tun, das ist richtig. Das heißt aber nicht dass der 120 Jahre alte Rechtsrahmen heute noch irgendeinen Sinn hat, wenn die Dienstleistungen der Maklerbranche sich durch den radikalsten technischen Wandel seit der industriellen Revolution völlig auf den Kopf gestellt haben.

    Kommentar von Schubert — 3. Januar 2019 @ 17:21

  7. Sorry, selten einen solchen Stuss gelesen.

    Der Verfasser hat dem Artikel nach vertriebstechnisch anscheinend wenig Ahnung wie Märke funktionieren.
    Zweite und wahrscheinlichere Möglickeit, der Verfasser ist selbst direkt oder indirekt in der Immobilienbranche tätig und profitiert von der aktuellen Situation.

    Es muss selbstvertändlich beachtet werden ob wir uns zeitlich in einem Käufermarkt oder Verkäufermarkt befinden.
    Spätestens mit dem Beginn der Nullzinspolitik befindet sich die Immobilienbranche ausschließlich im ‘Verkäufermarkt’.

    Dies bedeutet, dass auch aufgrund des nur noch stark begrenzten Angebots auf dem Immobilienmarkt unter Immobilienmaklern ein Kampf um verkaufswillige Eigentümer von Immobilien ausgebrochen ist.
    Selbstverständlich hat aufgrund dessen, nur der Verkäufer Einfluss auf den Makler (=Verkäufermarkt).
    Welche Details zwischen Verkäufer und Makler tatsächlich vereinbart werden wird der Käufer nie erfahren.

    Der Arbeitsaufwand beim Verkauf einer Immobilie hat sich für Makler in den letzten 20 Jahren nicht verändert, die Provisionen jedoch schon.
    Da die Provision welche für den Makler abfällt direkt mit dem Verkaufspreis zusammenhängt ist ein Makler natürlich daran interessiert, den höchsten Verkaufspreis zu erziehlen welcher auf dem Markt möglich ist.

    Von einem hohen Verkaufspreis profitiert jedoch nicht der Käufer sondern ausschließlich der Verkäufer wie auch der Makler.
    Einen Immobilienmakler in Bezug auf den Käufer einer Immobilie als Berater zu titulieren ist daher fast schon grenzwertig.

    Bsp. Sollten nach dem Kauf verstekte Mängel zum Vorschein kommen, ist der Käufer gegenüber dem Makler in der Beweispflicht.
    Dies bedeutet u.a. der Käufer muss auf eigenen Kosten, externe Gutachter sowie einen Rechtanwalt einschalten.

    Aus diesem Grund greifen schon heute viele Käufer ‘vor dem Kauf’ auf externe und somit unabhängige Gutachter zurück welche dann auch als ‘Berater’ tituliert werden können.
    Die Möglichkeit für Käufer auf Berater zuzugreifen bleibt bei einem Bestellerprinzip bestehen.

    Auch das Argument, dass die Verkäufer die Provisionskosten des Maklers auf den Kaufpreis aufschlagen ist belanglos.
    Im Verkäufermarkt wird selbstverständlch immer der möglichst höchste Verkaufspreis erziehlt, die Maklerprovision kommt aktuell nur noch oben drauf.

    Dass das Bestellerprinzip laut Aussage des Verfassers im Mietmarkt zu keinem höheren Wohnungsangebot geführt hat liegt sicherlich nicht am Bestellerprinzip, sondern an der Knappheit von Mietwohnungen.
    Selbstverständlich entlastet das Bestellerprinzip auch im Mietwohnungsmarkt den Mieter.

    Es bleibt zudem weiterhin jedem Käufer offen einen Makler eigenständig zu beauftragen wenn dies gewünscht wird, nichst anderes sagt das Bestellerprinzip aus,
    “wer bestellt der bezahlt!”

    Wenn man nicht als Immobilienmakler oder Lobbyist auf hohe Maklerprovisionen angewiesen ist, gibt es keine Gründe die gegen das Bestellerprizip sprechen.

    Kommentar von Hank — 3. Januar 2019 @ 15:23

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