Die neuen Trends der Immobilienbranche

500 Immobilienexperten aus dem In- und Ausland haben bei der Expertenumfrage „Trendbarometer“ der Berlin Hyp ihre Einschätzung zu den Trends der deutschen Immobilienbranche abgegeben.

 

Attraktivität des deutschen Gewebeimmobilienmarkts ungebrochen

69% der Umfrageteilnehmer halten den Deutschen Gewerbeimmobilienmarkt im europäischen Vergleich immer noch für etwas bzw. viel attraktiver. Dies bedeutet einen Anstieg von 2% zu den Zustimmungswerten aus 01/2019 (67% viel und etwas attraktiver) und einen Rückgang von 11% zu den Werten aus 2018. Auffällig ist auch der Rückgang bei denjenigen Befragten, die den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt für gar nicht attraktiv halten.

Anscheinend ist der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt immun gegen alle Abwärtstrends. Obwohl sich der Nachfrageüberhang weiterhin in einigen Top-Städten nun im Fehlen von geeigneten Produkten bemerkbar macht, ist der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt immer noch äußerst robust. Allerdings gibt es auch europaweit nur wenig gleichermaßen attraktive Alternativen.

Bleibt alles anders? Neugeschäft verharrt noch auf hohem Niveau

Ein ausgeglichenes Ergebnis: Für 37% unserer Experten wird das Neugeschäft stagnieren. 31% der Umfrageteilnehmer gehen von einem Anstieg und 32% von einem abnehmenden Neugeschäft aus. Alles in allem solide Aussichten für das kommende Immobilienjahr. Anscheinend macht sich der starke Anlagedruck und die gute wirtschaftliche Lage Deutschlands in weiterhin stabilen Neugeschäftszahlen bemerkbar und es stehen immer noch genügend
Immobilieninvestments zur Verfügung. Einzig und allein die Verschärfung globaler Handelsrestriktionen und ein ungeordneter Brexit könnten den gewerblichen Immobilienmarkt 2020 in Mitleidenschaft ziehen.

Mehr soziale Gerechtigkeit – nicht mit dem Mietendeckel!

Ein eindeutiges Ergebnis: 39% der Umfrageteilnehmer sehen im Mietendeckel kein geeignetes Instrument für mehr soziale Gerechtigkeit. Lediglich 2% würden diese Frage eindeutig bejahen. Die Diskussion wurde kontrovers und emotional geführt. Doch Fakt ist, in wachsenden Städten steigt die Nachfrage nach Wohnraum. Wenn das Angebot nicht mitwächst, dann steigen die Mietpreise. Dies ist eine einfache Logik. In nahezu allen Großstädten fehlt Wohnraum. In Berlin liegt die Nachfrage aktuellen Schätzungen zufolge bei mehr als 130.000 zusätzlichen Wohnungen. Dem steht ein viel zu kleines Angebot gegenüber: Der jährliche zusätzliche Bedarf wird aktuell durch Neubau nur unzureichend gedeckt – in Berlin etwa zu weniger als drei Vierteln.

Seite 2: Bauen für mehr Wohnraum

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