14. November 2019, 09:36
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Immobilienkauf: Neubau oder Bestand?

Moderner Neubau oder charmantes Gründerzeithaus? Ob man eine neue Immobilie oder ein Bestandsgebäude bevorzugt, ist nicht nur vom persönlichen Geschmack abhängig. Eine Entscheidungshilfe.

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Den Traum von den eigenen vier Wänden träumen derzeit viele: Die Baufinanzierungszinsen sind günstig, die Mieten steigen unablässig und es mangelt an rentablen Geldanlagen. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt. Wer den Wunsch nach Wohneigentum in die Tat umsetzen will, steht schnell vor der Frage, ob er neu bauen oder eine Bestandsimmobilie erwerben will.

Neubau ist meist teurer

„In der Regel ist ein Neubau deutlich teurer“, sagt Jörg Koschate von der Postbank. „Ist das Budget begrenzt, scheidet der Neubau daher meist aus.“ Ausschlaggebend für die hohen Kosten sei vor allem der Kaufpreis des Grundstücks, der in ländlichen Regionen deutlich günstiger als im Speckgürtel von Großstädten ist. Besonders reizvoll an einem Bauvorhaben ist die Chance, das Haus von Grund auf selbst zu gestalten: Ob Grundrisse oder verwendetes Material, die Baufamilie hat ein Mitspracherecht. „Allerdings kann aus dem Entscheiden-Dürfen schnell ein Entscheiden-Müssen werden – und aus der Chance eine belastende Pflicht“, gibt Jörg Koschate zu bedenken.

Vom Kauf des Grundstücks über Planung und Bau bis zum Einzug vergehen leicht zwei Jahre, zudem ist vor allem die Bauphase mit Unwägbarkeiten verbunden, die im schlimmsten Fall viel Geld kosten können. Geht alles gut, erhält die Baufamilie nach Fertigstellung eine Immobilie, die auf dem neuesten Stand der Technik, energieeffizient, gut schallgedämmt und im Idealfall sogar barrierearm ist.

Da weiß man, was man hat

In dieser Hinsicht haben viele Bestandsimmobilien zwar einige Nachteile, aber sie verfügen über einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Neubau: Sie sind bereits fertiggestellt. Der Käufer kann sie besichtigen und begutachten lassen und weiß, was er für sein Geld bekommt. Meist ist es möglich, innerhalb von wenigen Wochen umzuziehen. „Eine eventuell nötige Modernisierung muss nicht sofort und auf einen Schlag realisiert werden. Man kann sie in Etappen durchführen – so, wie es die finanzielle Situation erlaubt“, sagt Jörg Koschate. Auch das Umfeld der Immobilie ist gewachsen, anders als in einem Neubaugebiet. Kaufinteressenten können die Straßen rund um das Objekt erkunden, Nachbarschaft und Infrastruktur prüfen. „Wer zentral wohnen möchte, hat meist keine Alternative zu einem Bestandsgebäude, da Baulücken in der Stadt recht selten sind“, so der Postbank Experte.

Foto: Shutterstock

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