13. August 2019, 12:23
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KanAm Grund Group kauft das TWO in Wiesbaden

Die KanAm Grund Group hat in Wiesbaden das Bürogebäude TWO (The Wiesbaden Office) für den institutionellen Fokus Süddeutschland Fondsgekauft. Das TWO, im Jahr 2018 fertiggestellt und mit dem LEED-Zertifikat in Gold für Nachhaltigkeit ausgezeichnet, hat einen H-förmigen Grundriss mit einer vermietbaren Fläche von rund 16.350 Quadratmetern sowie 202 Außen- und 143 Tiefgaragenstellplätzen.

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Hauptmieter ist das Ingenieurunternehmen Julius Berger International GmbH, das rund 75 Prozent der Fläche langfristig angemietet hat. Mit dem Erwerb des TWO in Wiesbaden ist der Fokus Süddeutschland Fonds neben den drei Top-Immobilienstandorten Süddeutschlands – München, Stuttgart und Frankfurt – auch in allen drei Landeshauptstädten der südlichen Bundesländer investiert.

Süddeutschland Fonds konzentriert sich auf wirtschaftsstärkste Regionen im Süden

Eine zusätzliche Diversifikation des Portfolios wird durch die Vielzahl an Nutzungsarten wie Büro-, Hotel-, Handels- und Industrieflächen erreicht.

Der Fokus Süddeutschland Fonds konzentriert sich auf Deutschlands wirtschaftsstärkste Regionen im Süden und hat mit Wiesbaden binnen nur eines Jahres insgesamt 6 Immobilien an 5 Standorten erworben.

Das TWO liegt an der Abraham-Lincoln-Straße 44 im Südosten der hessischen Landeshauptstadt unweit des Abraham-Lincoln-Parks, an dem der Hauptsitz der R+V Versicherung liegt. Die Abraham-Lincoln-Straße läuft parallel zur Bundesstraße 54, über welche die Autobahn 66 nur in Minuten erreicht werden kann.

Die vermietbare Fläche teilt sich auf in 14.125 Quadratmeter Bürofläche und 2.229 Quadratmeter sonstige Fläche, welche unter anderem eine Lobby, einen Fitnessbereich, eine Kantine und einen Konferenzraum beinhaltet.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart

Das „TWO“ ist ein Multi-Tenant-Objekt, welches aktuell an fünf Parteien fast vollständig vermietet ist. Julius Berger International hat Teile seiner Flächen an zwei weitere Mieter untervermietet.

Ein weiterer Untermieter ist die Ingenieurkammer Hessen, eine berufsständische Körperschaft des öffentlichen Rechts, die staatlicher Aufsicht unterliegt und ihren Sitz in Wiesbaden hat.

Zudem sitzt in dem Gebäude eine Bezirksdirektion der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte), mit etwa zwei Millionen Mitgliedern (über 70.000 in Deutschland) eine der weltweit größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion wurde durch JLL vermittelt.

Fondskonzept Süddeutschland

Das TWO ist mit dem LEED-Zertifikat in Gold ausgezeichnet. Das amerikanische LEED-Modell ist ein international anerkanntes Zertifizierungssystem und steht mit seiner Abkürzung für „Leadership in Energy and Environmental Design“.

Seit mehr als 10 Jahren setzt dieses Verfahren weltweit Maßstäbe bei der Entwicklung und Planung sogenannter Green Buildings, also ökologisch extrem leistungsstarker Gebäude. Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Unternehmensziele der KanAm Grund Group.

Auf die südlichen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen entfallen rund 36 Prozent der deutschen Bevölkerung, zudem weisen diese Regionen überwiegend eine positive Bevölkerungsprognose auf.

Etwa jedes zweite Investment geht in Richtung Gewerbeimmobilien

Die drei Bundesländer sind die einkommensstärksten Regionen Deutschlands mit den geringsten Arbeitslosenquoten. In Süddeutschland liegen mit München, Frankfurt und Stuttgart drei der TOP-Immobilienstandorte mit internationaler Bedeutung.

Diese Standorte deckten im Vorjahr rund 44 Prozent des Büroflächenbestandes und etwa 61 Prozent des Investitionsvolumens der sogenannten BIG 7 ab. Das Rhein-Main-Gebiet, die Metropolregionen Rhein-Neckar, Nürnberg und München beheimaten zudem robuste Immobilienstandorte mit nationaler und regionaler Bedeutung.

Beim Einzelhandel liegen sieben der zehn bedeutendsten Standorte in Süddeutschland, darunter in Mannheim, Nürnberg und Freiburg.

Matching und Scoring

Bei der Auswahl geeigneter Objekte in dieser Zielregion geht das Fondsmanagement mit qualitativer und quantitativer Analyse vor. So werden laufend die 16 definierten Zielmärkte anhand von 39 Indikatoren untersucht.

Diese Ergebnisse aus Bevölkerungsstruktur, Wirtschaftskraft, Standorteigenschaften sowie nutzungsspezifischen Kennzahlen werden durch Ratinganalysten interpretiert.

Anschließend gehen die quantitativen und qualitativen Ergebnisse in das Gesamtscoring ein, um beim Matching von Standort und Nutzungsart – Büro, Einzelhandel, Hotel oder Wohnen – die potenziellen Ankaufsobjekte nach „empfohlen“, „Chance“ oder „nicht empfohlen“ zu klassifizieren und dem Fondsmanagement damit eine transparente Entscheidungsgrundlage an die Hand zu geben.

 

Foto: KanAm

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