Mietpreisbremse: Barley sieht sich durch Studie bestätigt

Die Mietpreisbremse hat die Mietexplosion in den gut drei Jahren seit ihrer Einführung einer Studie zufolge leicht abgemildert. Justizminiserin Katarina Barley (SPD) sieht ihren Kurs dadurch bestätigt – und setzt auf eine Verlägerung der Mietpreisbremse über 2020 hinaus.

Seit Einführung der Preisbremse sind Dutzende Mieter – vor allem in Berlin – gegen ihre Vermieter vor Gericht gezogen.

„Da, wo die Mietpreisbremse gilt, verlangsamt sich der Anstieg der Mieten“, sagte Justizministerin Katarina Barley (SPD) am Donnerstag in

Berlin. Allerdings liegt der Effekt nur in einer Größenordnung von zwei bis vier Prozent, wie Studienautor Claus Michelsen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagte. Ohne Mietpreisbremse wären Bestandsmieten in beliebten Wohngegenden also zwei bis vier Prozent höher.

Gerade Neubauten immer teurer

Zugleich führte die Preisbremse laut DIW dazu, dass die Mieten für Neubauten, die von der Regelung ausgenommen sind, stärker als zuvor anzogen. Durchschnittsverdiener können es sich einer Studie zufolge kaum noch leisten, eine Neubauwohnungen zu mieten.

In vielen Städten müssten sie mehr als 27 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Kaltmiete aufbringen, ergab die Datenauswertung des Immobilienmarktspezialisten Empirica im Auftrag des ARD-Magazins „Panorama“.

Ein Wert über 27 Prozent gilt Experten als problematisch, weil dann nur noch relativ wenig Geld für die sonstige Lebensführung übrig bleibt.

Seite zwei: Investitionen lohnen sich mehr

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