5. September 2019, 14:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Teuer, teurer, am teuersten: Immobilienpreise in Frankfurt, Stuttgart und München

Münchner zahlen im zweiten Quartal 2019 doppelt so viel für ihre Eigentumswohnung wie Käufer in Frankfurt – an der Isar sind und bleiben Immobilien so rar wie nachgefragt.  Die gemittelten gezahlten Preise stellen immer weiter neue Rekorde auf. Ein deutliches Abflauen auf dem Immobilienmarkt ist nicht zu erwarten. Ein Kommentar von Jens Budke, Spezialist für Baufinanzierung von Dr. Klein in München.

Sieger-St Dteranking 2015 M Nchen Stuttgart Frankfurt in Teuer, teurer, am teuersten: Immobilienpreise in Frankfurt, Stuttgart und München

Ist der Münchner Immobilienmarkt überhitzt? Aktuell ist die Frage einer Preisblase wieder stark diskutiert.

München: Vielbeschworene Immobilienblase nicht in Sicht

Jens Budke, Spezialist für Baufinanzierung von Dr. Klein in München, winkt bei diesem Thema ab: „Einen Rückschlag der Preise halte ich für höchst unwahrscheinlich. Ich gehe noch nicht einmal von einer Entspannung am Markt aus – die Stadt bleibt attraktiv, mit vielen hochqualifizierten Jobs, die gut bezahlt sind.“

Allerdings stellt auch Budke fest, dass sich Käufer die neue Wohnung oder das Haus immer weniger allein durch das eigene Arbeitseinkommen leisten können. Um einen nennenswerten Eigenkapitalanteil einbringen zu können, greifen ihm zufolge besonders junge Immobilienkäufer auf familiäre Unterstützung zurück.

Die Nachfrage bleibt riesengroß, das Angebot hält nicht mit: Diese Situation schlägt sich im stark steigenden Medianpreis nieder, der den gemittelten tatsächlich gezahlten Preis beziffert.

Von April bis Juni geben Münchner 5.199 €/qm für ihr Haus aus und damit 145 €/qm mehr als noch Anfang des Jahres. Für Wohnungen akzeptieren sie im Schnitt einen Quadratmeterpreis von  6.898 Euro – also noch einmal 172 Euro mehr als im Vorquartal.

Frankfurter zahlen für Eigentumswohnungen halb so viel wie Münchner

Im direkten Vergleich mit der Isar-Metropole ist das Frankfurter Preisniveau niedriger – von einer entspannten Lage kann aber mit Quadratmeterpreisen von bis zu 10.704 Euro für Wohnungen bzw. 8.353 Euro für Häuser auch hier keine Rede sein.

Zumal die Preise laut Index wieder steiler steigen: Im Vergleich zum Vorquartal sind Wohnungen 2,3 Prozent teurer und Häuser 1,72 Prozent.

Für die Eigentumswohnung geben Frankfurter im zweiten Quartal 3.445 €/qm aus: etwas weniger als zu Jahresbeginn – und rund halb so viel wie Münchner. Damit sinkt der Medianwert zum zweiten Mal in Folge (Ende 2018: 3.475 €/qm, Anfang 2019: 3.447 €/qm).

Für Häuser dagegen sind die Käufer und Bauherren bereit, wieder tiefer in die Tasche zu greifen: Der aktuelle Mittelwert von 2.818 €/qm übertrifft den des Vorquartals um 74 €/qm.

Größte Preisdynamik am Stuttgarter Immobilienmarkt 

Von den drei untersuchten Metropolregionen im Süden verzeichnen Stuttgarter Immobilien die größte Preissteigerung: Wohnungen sind gegenüber dem Vorjahresquartal 11,21 Prozent teurer, Häuser 7,8 Prozent. Auch im direkten Quartalsvergleich ziehen die Indexwerte an: um 3,55 Prozent (Wohnungen) bzw. 2,37 Prozent (Häuser).

Ähnlich wie in München lassen sich Käufer in der schwäbischen Metropolregion ihre Eigentumswohnung im zweiten Quartal deutlich mehr kosten als in den Monaten zuvor: Das Plus von 144 €/qm macht vier Prozent aus und summiert sich auf einen gemittelten tatsächlich gezahlten Preis von 3.544 €/qm. Der Medianpreis für Häuser beträgt 3.272 €/qm – 66 €/qm mehr als im ersten Quartal.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Telefonica und Allianz starten Glasfaserprojekt in Deutschland

Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat sich beim Glasfasernetz-Ausbau die Allianz als Partner an Bord geholt. Beide Konzerne sollen jeweils zur Hälfte am Gemeinschaftsprojekt beteiligt sein, teilten sie am Donnerstag in Madrid und München mit.

mehr ...

Immobilien

Karlsruhe weist Eilantrag gegen Berliner Mietendeckel ab

Kurz vor Inkrafttreten der zweiten Stufe des umstrittenen Berliner Mietendeckels hat das Bundesverfassungsgericht einen vorläufigen Stopp abgelehnt. Die Karlsruher Richter wiesen den Eilantrag einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts ab, die in Berlin 24 Wohnungen vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Die Halver-Kolumne: US-Wahl – So viel mehr als nur eine normale Wahl

Der politische Höhepunkt 2020 steht kurz bevor und die Börsen sind nervös. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der US-Präsidentschaftskandidaten kann man getrost von einer Richtungswahl sprechen. Besonders spannend sind die Fragen, ob bzw. wann es einen Sieger gibt, ein knappes Ergebnis überhaupt akzeptiert oder sogar als Wahlbetrug bezeichnet wird. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Alexander Schlichting wird Vorstands-Chef der Project Beteiligungen AG

Der Aufsichtsrat der Project Beteiligungen AG hat Alexander Schlichting (45) mit Wirkung zum 26. Oktober 2020 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Ottmar Heinen ist “infolge divergierender Ansichten” ausgeschieden. Gleichzeitig verstärkt sich die für den Publikumsvertrieb verantwortliche Project Vermittlungs GmbH mit Christian Grall (34) als weiterem Geschäftsführer.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance mit 650-Millionen-Dollar-Closing in San Francisco

Der Asset Manager Deutsche Finance und SHVO Capital haben gemeinsam für ein institutionelles Joint Venture um die Bayerische Versorgungskammer den Gebäudekomplex „Transamerica Pyramid“ in San Francisco erworben.

mehr ...

Recht

Das sollten private Vermieter beachten

Die meisten Wohnungen gehören in Deutschland Privatleuten. Sie vermieten meistens nur ein oder zwei Einheiten. Kleinvermieter nutzen die Immobilie häufig als Kapitalanlage oder als Finanzierungsbeitrag zum Bau des Eigenheims. Worauf es für private Vermieter ankommt.

mehr ...