12. November 2019, 05:48
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Verschnaufpause für Berliner Wohnungsmarkt

Leichte Abkühlung auf dem Berliner Wohnungsmarkt: Nach einem Jahrzehnt des rasanten Anstiegs der Angebotsmieten verteuerten sich die Quadratmeterpreise im vergangenen Jahr nur moderat auf 11,30 Euro (+3 Prozent) – von 2017 auf 2018 waren es noch +10 Prozent. Allerdings ziehen jetzt die Preise im Umland der Hauptstadt nach.

Berlin in Verschnaufpause für Berliner Wohnungsmarkt

In den benachbarten Stadt- und Landkreisen stiegen die Mieten teils massiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse von immowelt.de. Dafür wurden die angebotenen Kaltmieten von Wohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmetern in Berlin mit den 9 angrenzenden Stadt- und Landkreisen verglichen.

„Aktuell zeigt sich eine leichte Entspannung auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Die Mieten sind zwar hoch, stiegen aber im Vergleich zu den Vorjahren nicht mehr so stark“, sagt Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO der Immowelt. „In den Umlandgemeinden sieht es ganz anders aus: Die Preise legten dort deutlich zu und nähern sich langsam sogar dem Niveau der Hauptstadt an.“

Starker Anstieg im Berliner Speckgürtel

Das hohe Mietniveau in Berlin strahlt immer mehr aufs Umland ab: In allen 9 an die Hauptstadt angrenzenden Stadt- und Landkreisen sind die Angebotsmieten in den letzten zwei Jahren gestiegen. Besonders starke Zuwächse gab es zuletzt in den Landkreisen Havelland mit +15 Prozent (8,50 Euro) und Barnim mit +9 Prozent (7,30 Euro) sowie mit je +7 Prozent in Potsdam-Mittelmark (8,80 Euro) und Teltow-Fläming (7,50 Euro). Im Stadtgebiet Potsdam schnellten die Preise gar um +13 Prozent auf 10,50 Euro empor.

Die Mieten im Speckgürtel nähern sich dem Berliner Niveau an, weil sich Suchende, denen die Preise innerhalb der Stadtgrenzen zu hoch sind, auch im Umland umschauen. Dort bekommt man für das gleiche Budget eine größere Wohnung mit Balkon oder Garten, die noch dazu im Grünen oder in der Nähe der zahlreichen Seen liegt. Das dürfte vor allem junge Familien dazu bewegen, vor die Tore Berlins zu ziehen.

Foto: Shutterstock

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