30. Januar 2020, 10:18
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Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Die Wohnungssuche hierzulande ist vor allem in den Großstädten schwierig: Zu wenig Wohnraum, zu viele Bewerberinnen und Bewerber. Vermieterinnen und Vermieter haben also große Auswahl, was ihre Wunschkandidatinnen und -kandidaten angeht. Dabei kommt es nicht selten zu Diskriminierung, wie eine aktuelle Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes angeht – am häufigsten zu rassistischer.

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Oft finden Wohnungsbesichtigungen nicht so harmonisch wie in diesem Fall statt.

So zeigen laut der Studie Daten des Statistischen Bundesamtes, dass Menschen mit Migrationshintergrund durchschnittlich in kleineren Wohnungen leben, dafür aber im Schnitt mehr Miete zahlen. Viele von ihnen erleben bei der Wohnraumsuche Diskriminierung: So geben 35 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund an, in den vergangenen zehn Jahren bei der Suche aus rassistischen Gründen oder aufgrund ihrer (ethnischen) Herkunft diskriminiert worden zu sein. Unter allen Befragten liegt der Anteil bei 15 Prozent. Zweithäufigster Grund für Diskriminierungserfahrungen ist die soziale Stellung, gefolgt vom Lebensalter und Religion oder Weltanschauung, wie die Grafik von Statista zeigt.

Wenn es darum geht, wie sich diese Diskriminierung gezeigt hat, geben insgesamt 37 Prozent an, dass bestimmte Personengruppen bereits in der Anzeige ausgeschlossen wurden. 32 Prozent geben an, Wohnung oder Haus aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer benachteiligten Gruppe nicht bekommen zu haben. 16 Prozent sollten eine höhere Miete zahlen als andere Bewerberinnen und Bewerber und zehn Prozent geben an, bei der Besichtigung beschimpft worden zu sein.

Dabei geht die Diskriminierung am häufigsten von Privatpersonen aus, die nur wenige Wohnungen anbieten (56 Prozent). 22 Prozent nennen private Wohnungsunternehmen als Verursacherinnen oder Verursacher, 13 Prozent berichten von Diskriminierung durch Maklerinnen oder Makler. Am seltensten werden städtische oder kommunale Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaften genannt (jeweils neun Prozent).

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Foto: Shutterstock

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