4. Februar 2020, 06:02
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Pflegeimmobilien vereinen Rendite und attraktives Leben im Alter

Private Investments in Pflegeimmobilien sind ein schnell wachsender Nischenmarkt. Spezialisierte Anbieter organisieren Erwerb, Verwaltung und Betrieb der Pflegeappartements. Die Renditen sind meist höher als bei klassischen Wohnimmobilien.

Schilcher-werner-primus-concept-Kopie in Pflegeimmobilien vereinen Rendite und attraktives Leben im Alter

Werner Schilcher, Primus Concept

Dauerhaft niedrige Zinsen treffen in Deutschland auf eine alternde Gesellschaft. Ein wachsender Teil der Bevölkerung interessiert sich aus diesen Gründen für den stark boomenden Markt der Pflegeappartements. Die Renditen für dieses Segment des Immobilienmarkts liegen in der Regel deutlich über denen von vermieteten Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Zudem haben die Investoren in vielen Fällen im eigenen Pflegefall einen Anspruch auf den Bezug eines solchen Appartements ohne Rücksicht auf eventuelle Wartelisten.

Der Immobilienfachmann Werner Schilcher, Vorstand der Primus Concept Unternehmensgruppe, ist seit mehr als 30 Jahren am Markt aktiv und ist frühzeitig in den Handel mit Pflegeappartements eingestiegen. Seine Beobachtung über die Jahrzehnte: Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten haben sich Immobilien als stabile Wertanlage bewährt. Kreditzinsen sowie Abschreibungen für die Abnutzung einer Kapitalanlage-Immobilie können sich zudem positiv auf die steuerliche Situation des Käufers auswirken. „Nach einer zehnjährigen Haltefrist ist zudem der steuerfreie Verkauf von Immobilien möglich. Diesen Vorteil bietet keine andere Geldanlage“, erläutert Primus Concept Vorstand Schilcher.

Pflegeimmobilien unterscheiden sich von Wohnimmobilien

Investitionen in Pflegeimmobilien unterscheiden sich in einigen Details vom Erwerb klassischer Wohnimmobilien. Wie bei einer Eigentumswohnung behält der Käufer einer Pflegeimmobilie alle grundbuchlichen Rechte an der Wohnung. Er kann diese also vererben, verschenken, beleihen oder verkaufen. Die Vermietung der Pflegeappartements erfolgt allerdings gebündelt. Der Betreiber der Pflegeimmobilie verantwortet Organisation, Vermietung sowie Instandhaltung der Objekte und bezahlt unabhängig von der Belegung der einzelnen Appartements die Miete und alle Nebenkosten.

Mit einem Pflegeappartement erwerben die Käufer zudem ein Vor-Belegungsrecht im Pflegefall. Dieses gilt in der Regel für den Käufer und nahe Angehörige. Gerade bei unerwarteten Pflegefällen und in Regionen mit einem knappen Angebot an Pflegeplätzen stellt diese Garantie einen großen Vorteil dar. „Viele unserer Kunden möchten sich frühzeitig einen würdevollen Platz für das Alter sichern, der ihren Erwartungen und Ansprüchen entspricht“, erklärt Primus Concept Vorstand Schilcher die Motive vieler Anleger, die sich für Investitionen in Pflegeimmobilien entscheiden.

Private Pflegeappartements: Luxuriöse Altersresidenzen

Um den hohen Erwartungen ihrer Kundschaft gerecht zu werden, betreiben die Anbieter von Pflegeimmobilien einen erheblichen Aufwand. „Sowohl die Immobilien als auch die Betreibergesellschaften müssen höchsten Ansprüchen genügen“, sagt Werner Schilcher. Besonders gefragt seien luxuriöse Appartements in historischem Ambiente, wie das Seniorenzentrum im Schloss Fellheim. Seit 1990 wurde das gesamte Schlossareal zu einem Seniorenwohn- und Pflegeheim umgebaut und 1992 in Betrieb genommen.

Die Schloss Fellheim Altershorizonte GmbH ist langjähriger Pächter und Betreiber der gesamten Immobilie. Der Pachtvertrag läuft für 25 Jahre (seit März 2018) und beinhaltet eine Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre. Die Seniorenresidenz bietet ihren Kunden stationäre Pflege, Demenzpflege, betreutes Wohnen, Tagespflege sowie Kurzzeit- und Verhinderungspflege.

Die Seniorenresidenz im Schloss Fellheim hat eine großzügig bemessene Gesamtfläche von mehr als 5.200 Quadratmetern, die sich auf 67 Pflegezimmer, ein Tagespflegezimmer, drei Personalwohnungen, acht Betreute Wohnungen sowie Gemeinschafsräume verteilen. Die einzelnen Appartements haben Wohnflächen zwischen 37 und 83 Quadratmeter und wurden von der Primus Concept zu Preisen zwischen 90 000 Euro und 316 000 Euro angeboten. Alle Einheiten waren innerhalb von kurzer Zeit an private Investoren verkauft. Durch den Verkauf hat sich eine eigenständige Eigentümergemeinschaft gebildet.

Foto: Primus Concept, Shutterstock

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