TAG Immobilien hebt Jahresprognose an

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Mehrheit der Deutschen erwartet weiteren Preisanstieg bei Wohnimmobilien

Steigende Mieteinnahmen und ein wachsendes Geschäft mit Dienstleistungen rund um Immobilien stimmen TAG Immobilien optimistischer für das laufende Jahr. Überraschend kommt das allerdings nicht.

Steigende Mieteinnahmen und ein wachsendes Geschäft mit Dienstleistungen rund um Immobilien stimmen TAG Immobilien optimistischer für das laufende Jahr.

Überraschend kommt das allerdings nicht. Um das Wachstum voranzutreiben setzt das Unternehmen neben Deutschland verstärkt auf den polnischen Markt, in den es Ende 2019 mit einer Übernahme eingestiegen war.

Die Aktien stiegen am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um rund ein Prozent auf 26,80 Euro. Erst zum Wochenstart waren sie erstmals seit dem Jahr 2002 auf mehr als 28 Euro geklettert, bevor Anleger erst einmal Gewinne mitnahmen.

Das operative Ergebnis (FFO1) soll 2020 nun auf 170 bis 173 Millionen Euro steigen nach 160,6 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen in Hamburg mitteilte. Bislang hatte das Management 168 bis 170 Millionen Euro auf dem Zettel, allerdings schon zum Halbjahr eine Erhöhung in Aussicht gestellt.

In den ersten neun Monaten des Jahres erreichte TAG bereits ein operatives Ergebnis von rund 131 Millionen Euro und damit fast 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Den Aktionären stellt das Management für 2020 nun eine Dividende von 0,88 Euro je Aktie in Aussicht, was 1 Cent mehr ist als bisher.

Kaum Belastungen durch Corona

Die Corona-Pandemie belastet das Unternehmen unterdessen nach wie vor kaum. Per Ende September hätten nur 0,1 Prozent der Mieter die Miete aufgrund von coronabedingten Einnahmeausfällen nicht zahlen können, hieß es.

Allerdings ziehen die Menschen in der Krise weniger häufig um. Daher und weil TAG von März bis Juni weitgehend auf Mieterhöhungen verzichtete, ließ das Mietwachstum auf vergleichbarer Basis, also ohne Zu- und Verkäufe, per Ende September nach im Vergleich zu Ende 2019.

Kaltmieten stiegen um 1,7 Prozent

Die Kaltmieten kletterten in den ersten neun Monaten um 1,7 Prozent auf 239,8 Millionen Euro. Das Konzernergebnis knickte allerdings um fast 30 Prozent auf rund 189 Millionen Euro ein, auch weil die Bewertungsgewinne auf den Immobilienbestand geringer ausfielen als vor einem Jahr.

Mit Blick auf das künftige Wachstum setzt der MDax-Konzern auf Wohnungskäufe. So erwarb das Unternehmen im laufenden Jahr bereits über 4300 Wohnungen in Deutschland, vor allem in den Kernregionen in Ostdeutschland, überwiegend in Sachsen-Anhalt und in Sachsen.

In Polen verkauft TAG schrittweise einige der Ende 2019 übernommenen Objekte, in den nächsten drei bis fünf Jahren sollen dann aber noch 8000 bis 10 000 Wohnungen selbst errichtet oder erworben werden.

Im Jahr 2021 will TAG derweil das operative Ergebnis weiter steigern. Konkret soll das FFO1 auf 178 bis 182 Millionen Euro klettern. Die Dividende für 2021 soll dann laut aktuellem Planungsstand 0,92 Euro je Anteilsschein betragen. (dpa-AFX)

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