16. August 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zertifikatefonds: Mehr Schein als Sein

Zertifikate sind der letzte Schrei in der Finanzwelt: Mehr als 200.000 Produkte gibt es mittlerweile. Die Kassenschlager investieren von Rinderhälften über Fußballwetten bis zu Hedgefonds in alle denkbaren Anlageobjekte. Auch die Investment-Industrie setzt verstärkt auf Zertifikatefonds: Sie sollen als Alternative für Aktienfonds fungieren, aus denen im ersten Halbjahr 2007 mehr als zehn Milliarden Euro abgezogen wurden. Das Hamburger Kapitalanlage-Magazin Cash. hat in seiner aktuellen Ausgabe 9/2007 untersucht, was die neuen Fondskonzepte leisten.

?Zertifikatefonds reduzieren wesentliche Nachteile einer Direktanlage, wie zum Beispiel das Totalverlustrisiko”, unterstreicht Frank Bock, Sprecher des BVI Bundesverbands Investment und Asset Management. Seine Einschätzung teilen indes nicht alle Branchenexperten: ?Diese Fonds funktionieren lediglich wie Aktienfonds mit angezogener Handbremse?, konstatiert Werner Hedrich, Leiter Fondsresearch beim Analysehaus Morningstar gegenüber Cash..

?Auf Bärenmärkten wollen Zertifikatefonds besser sein als traditionelle Fonds, aber den Beweis sind sie noch schuldig”, so Hedrich. ?Meines Erachtens werden sie dies auch nach zwölf Monaten fallender Kurse bleiben. In den entwickelten Märkten Großbritannien oder Amerika spielen diese Produkte keine Rolle.?

Zur attraktiven Aktienfonds-Alternative könnten sich allerdings die neuen sogenannten 130/30-Fonds entwickeln. Diese werden nach bislang ausschließlich Hedgefonds vorbehaltenen Strategien gemanagt und können auch von fallenden Kursen profitieren. ?Gute Fondsmanager werden mehr Rendite erzielen als bislang, schlechte allerdings umso weniger?, so Hedrichs Prognose. (mr)

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...