USA: Stimmungs-Index legt weiter zu

Die Stimmung unter den US-Unternehmern hat sich im Juni weiter aufgehellt. Der nationale Einkaufsmanagerindex (ISM-Index) für das verarbeitende Gewerbe stieg von 42,8 auf 44,8 Punkte. Damit legte das umfragebasierte monatliche Trendbarometer zum sechsten Mal in Folge zu.

Der Anstieg ist vor allem in einer verbesserten Produktions- (46 auf 52,5 Punkte) und Beschäftigungskomponente (34,3 auf 40,7 Punkte) begründet. Die Produktionskomponente hat damit erstmals seit August 2008 wieder einen Wert im Expansionsbereich, das heißt von über 50 Punkten, erreicht.

Es gilt indes bei allem aufkeimenden Optimismus zu bedenken, dass die Korrelation zwischen ISM-Kennziffer und tatsächlicher monatlicher Entwicklung der US-Produktion seit 1989 lediglich bei 0,51 Prozent liegt.

Ernüchternd hinzu kommt ein Rückgang von 51,1 auf 49,2 Punkte in der Auftragseingangs- und von 32,9 auf 30,8 für die Lagerkomponentedes ISM. Die Auftragseingänge gelten als Vorläufer für die Trendentwicklung des Gesamtindexes.

Nach Ansicht der Volkswirte von der Frankfurter Dekabank ist der interessantere Indikator derzeit allerdings die Differenz zwischen Auftrags- und Lagerkomponente. Die Lücke habe sich in den vergangenen drei Monaten deutlich ausgeweitet und signalisiere, dass die Stimmungsaufhellung im verarbeitenden Gewerbe weiter anhalten wird.

Deka-Ökonom Rudolf Besch: „Gemessen an unseren Erwartungen von vor drei Monaten ist die Entwicklung des ISM überraschend positiv.“ (hb)

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