Anzeige
25. März 2010, 11:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anleger-Studie: Europa top, USA hopp

Institutionelle Investoren bevorzugen europäische Aktien. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des britischen Vermögensverwalters Schroders. Weit abgeschlagen rangieren dagegen US-amerikanische Titel.

London2-127x150 in Anleger-Studie: Europa top, USA hoppWährend 52 Prozent der professionellen Anleger in den nächsten 24 Monaten stark in die Aktienmärkte Europas investieren wollen, sind die USA als Anlageziel nur noch bei 21 Prozent der Investoren auf der Agenda. Lateinamerika liegt mit 45 Prozent knapp vor Asien mit 44 Prozent.

Schwellenländer insgesamt gelten für 82 Prozent der Befragten in diesem Jahr als wichtigste Anlageregion, Anfang das Jahres hatten erst 44 Prozent diese Region stark im Portfolio gewichtet.

Diese Anlagelücke wird in den Insti-Portfolios bleiben. Obwohl sich die Anleger der Chancen bewusst sind, geben nur 51 Prozent der Befragten an, dort in den nächsten 24 Monaten verstärkt zu investieren. Eine ähnliche Diskrepanz zwischen erwarteter Marktentwicklung und tatsächlicher Anlagestrategie zeigte im vergangenen Herbst bereits eine Studie unter privaten Kunden.

Nach Einschätzung der britischen Fondsgesellschaft eine falsche Scheu: „Institutionelle Investoren erkennen zwar die Bedeutung von den Schwellenländern für das laufende Jahr, dennoch wird dies bei der Portfolioallokation nur unzureichend berücksichtigt. Die Chancen der Emerging Markets werden nach wie vor sowohl von Profis als auch von Privatanlegern vernachlässigt. Gerade jetzt bieten sich hervorragende Einstiegsmöglichkeiten in die Schwellenländermärkte, die die Gewinner von morgen sein werden“, erklärt Robert Schlichting, Head of Institutional Business.

Immerhin sei die Assetklasse Aktien insgesamt wieder auf dem Vormarsch: „Vergleicht man die aktuelle Portfolioverteilung der Anleger mit ihren Einschätzungen für 2010 und 2011 wird deutlich, dass Aktien erheblich an Boden gegenüber festverzinslichen Produkten gewinnen werden.“

Derivate spielen keine Rolle

Weitere Investmenttrends 2010 laut Schroders-Studie: Rohstoffe 2010 werden wieder an Bedeutung gewinnen. Bei den Rentenprodukten stehen Unternehmensanleihen nach wie vor im Vordergrund. Bei Aktien-Investments setzen 59 Prozent der Institutionellen auf aktiv gemanagte Produkte. Nur 32 Prozent haben ETFs auf der Einkaufsliste.

Quantitatives Management, also von Computern gesteuerte Fonds, spielt lediglich für neun Prozent eine Rolle. Publikumsfonds werden dagegen immer beliebter: 62 Prozent der Anleger bevorzugen Fondsprodukte, die entsprechend Ucits III reguliert sind.

Zertifikate oder ähnliche Vehikel sind für drei Viertel irrelevant. Bei der Wahl der Fondsgesellschaft zählt für die Befragten am meisten die Performance der Produkte vor dem Service, der Qualität des Reportings und auch der Kundenbetreuung. (mr)

Anzeige

1 Kommentar

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Mark Förster, Cash.-Magazin erwähnt. Cash.-Magazin sagte: Anleger-Studie: Europa top, USA hopp http://bit.ly/aQSGnp […]

    Pingback von Tweets die Anleger-Studie: Europa top, USA hopp - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 25. März 2010 @ 19:13

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Hannover Rück erwartet 2018 größeren Ergebnissprung

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück will nach einer absehbaren Gewinndelle 2017 im kommenden Jahr wieder höher hinaus. “Es ist unwahrscheinlich, dass wir 2017 den Gewinn je Aktie steigern”, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag und verwies auf die absehbar hohen Schäden durch Wirbelstürme und Erdbeben.

mehr ...

Immobilien

Anstieg der Immobilienpreise im Norden und Osten verlangsamt

Die Wohnimmobilienpreise steigen weiter. In einigen Märkten zeichnet sich aber bereits ab, dass die Geschwindigkeit, mit der die Preise wachsen, abnimmt. Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise Region Nord/Ost hat die Wohnimmobilienmärkte in Dresden, Hamburg, Hannover und Berlin untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

LSE-Chef Xavier Rolet verlässt Londoner Börse

Die London Stock Exchange (LSE) verliert Ende 2018 ihren Vorstandsvorsitzenden Xavier Rolet. Der Franzose wollte das Unternehmen bereits nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Börse verlassen. Rolet schaffte es, den Wert der LSE während seiner Amtszeit zu vervielfachen.

mehr ...

Berater

Company Builder “Finconomy” startet in München

Finconomy ist ein Company Builder für Fin- und Insurtechs, der sich auf B2B-Geschäftsmodelle konzentriert. Das neue Unternehmen hat bereits drei Fintechs gegründet, die sich am Markt etablieren konnten. Bereits Anfang 2018 soll eine weitere Neugründung erfolgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI schließt Fonds 10 und bringt Nachfolger

Die ZBI Fondsmanagement AG aus Erlangen hat den im vergangenen Jahr aufgelegten ZBI Professional 10 nach Ablauf der Zeichnungsfrist Ende September mit einem beachtlichen Volumen geschlossen und nahtlos den Nachfolger in die Platzierung geschickt.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...