Schroders-Studie: Deutsche meiden Investitionen im Ausland

Die Deutschen konzentrieren sich unter dem Eindruck der Finanzkrise noch mehr auf Investitionen im Heimatland: 73 Prozent der Bundesbürger planen einer aktuellen Umfrage des internationalen Vermögensverwalters Schroders zufolge ihr Geld im kommenden Jahr hierzulande anzulegen. Vor zwölf Monaten waren es noch 70 Prozent (cash-online berichtete hier).

Wie bereits im Vorjahr gaben 80 Prozent der mehr als 1.000 befragten Haushalte an, dass ihre Kapitalanlagen überwiegend in Deutschland angesiedelt seien. Lediglich neun Prozent der Befragten haben Geld in den USA investiert. Auch die aufstrebenden Volkswirtschaften Indien und China sind mit drei beziehungsweise zwei Prozent abgeschlagen. Der Umfrage zufolge haben die Anleger vor, in den drei Ländern künftig noch weniger Geld zu investieren.

Schroders-Deutschland-Geschäftsführer Achim Küssner hält die alleinige Konzentration auf Deutschland nicht für sinnvoll: „Nur wer seine Anlagen auch international streut, wird ein besseres Risiko-Rendite-Verhältnis erreichen.“

Die Anzahl der Haushalte, die Investmentfondsanteile halten, ist gegenüber dem Vorjahr um neuen Prozent geschrumpft, Aktien besitzen sechs Prozent weniger. „Das Erstaunliche daran ist, dass heute nur noch 29 Prozent der Befragten an ein Sinken der weltweiten Aktienkurse glauben. Das sind acht Prozent weniger als vor einem Jahr“, konstatiert Küssner.

Allerdings planen lediglich 14 Prozent der Befragten in den nächsten zwei Jahren eine starke Erhöhung ihrer Aktieninvestments, dagegen wollen 15 Prozent ihre Aktienanlagen sogar stark verringern. (hb)

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