Neunmonatsergebnis: Dekabank bleibt auf Rekordkurs

Die Frankfurter Dekabank hat bereits nach neun Monaten ihr Rekordergebnis aus dem Vorjahr übertroffen. Für das Schlussquartal rechnet die Fondstochter der Sparkassengruppe mit einem weiteren Aufschwung.

Franz S. Waas
Franz S. Waas

Den Neunmonatszahlen zufolge hat die Deka bis Ende September 2010 ein wirtschaftliches Ergebnis von 677,9 Millionen Euro erzielt und sich damit um mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahr (502,5 Millionen Euro) gesteigert. Allein auf das dritte Quartal entfielen mit 288 Millionen Euro gut 42 Prozent der Gesamtsumme.

Als Ursache für den Gewinnsprung bezeichnete das Institut die Erholung der Kapitalmärkte, die wieder anziehende Nachfrage nach Fonds sowie eine deutlich geschrumpfte Risikovorsorge und positive Sondereffekte.

„Wir haben uns kontinuierlich gesteigert und liegen seit sechs Quartalen im Plus“, erklärte der Vorstandvorsitzende Franz Waas. Auch ohne staatliche Unterstützung sei man gut durch die Finanzkrise gekommen und fahre jetzt die Ernte ein, deren Saat in den letzten Jahren gelegt worden sei, so der Deka-Chef weiter.

Im Fondsgeschäft kletterte die Nettovertriebsleistung in den Sparten Kapitalmarkt und Immobilien auf 1,3 Milliarden Euro, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum lediglich drei Millionen Euro eingesammelt werden konnten. Die Assets under Management legten zwischen Jahresbeginn und Ende September 2010 von 151,2 auf auf 153,8 Milliarden Euro zu.

Die Dekabank gehört derzeit noch je zur Hälfte den Sparkassen und den Landesbanken. Etliche Landesbanken wollen oder müssen ihre Anteile aber verkaufen, etwa die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Zudem gilt als sicher, dass die WestLB sich zurückzieht, nachdem Brüssel dem angeschlagenen Institut neue Auflagen diktiert hat. (hb)

Foto: Dekabank

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