13. August 2010, 15:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Saxo Bank: Weizenpreis gedeiht prächtig

Weizen ist so teuer wie lange nicht mehr. An der angespannten Lage am Weizenmarkt wird sich nach Auffassung der Rohstoff-Spezialisten der dänischen Saxo Bank auf absehbare Zeit wenig ändern, stattdessen stehen neue Preisschübe bevor.

Wheat-127x150 in Saxo Bank: Weizenpreis gedeiht prächtig“Ein weiterer Preisauftrieb scheint sicher”, sagt Ole S. Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank: „Der Preis für Weizen stieg um 80 Prozent und erreichte ein 23-Monatshoch. Nach dem angekündigten russischen Exportstopp ist der Preis sogar noch weiter in die Höhe geklettert.“

Auch die anderen großen Exportländern tragen ihren Teil bei: „Das US-amerikanische Ministerium für Landwirtschaft hat seine August-Prognosen für die globalen Weizenbestände um dreizehn Prozent auf 952 Millionen Scheffel reduziert. Diese Ankündigung trieb die Preise erneut in die Höhe“, so Hansen.

Zocker haben das Getreide längst ins Visier genommen. Hansen analysiert, das die Handelsvolumina für Weizen in Paris und Chicago ungewöhnlich hoch ausfallen: “Die Preise sind dort derzeit 60 Prozent höher als noch vor einigen Monaten. Hedgefonds und Fondsgesellschaften waren auf der Käuferseite ebenfalls sehr aktiv.”

Argumente gegen baldige massive Preissteigerungen hat Hansen auch: Die Vorräte in den Lagern sind deutlich größer als etwa 2008, als die Preise vieler Nahrungsmittel stark anstiegen. Somit ist die weltweite Landwirtschaft nach Meinung des Rohstoff-Spezialisten derzeit besser auf einen erneuten „Run auf die Lagerstätten“ vorbereitet.

Der hohe Preis führt zu gegenläufigen Maßnahmen bei Anbietern und Konsumenten: “Fest steht wohl, dass einerseits zahlreiche Landwirte nun zu Lasten anderer Getreideprodukte auf Weizen umsatteln werden. Andererseits wird man andernorts statt Weizen nun zum Beispiel mehr Reis konsumieren“, erklärt Hansen. (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BdV: “Mehr als ein Viertel der untersuchten Unternehmen hat ernsthafte Probleme”

Die Lage der Lebensversicherer ist angespannt. Das geht aus der Analyse der aktuellen Solvenzberichte (SFCR) hervor, die der Bund der Versicherten e. V. (BdV) gemeinsam mit der Zielke Research Consult GmbH veröffentlicht hat. Dabei zeigen sich große Unterschiede bei den Solvenzquoten, der Gewinnerwartung, dem Überschussfonds und der Risikomarge. „Die Branche driftet auseinander. Mehr als ein Viertel der untersuchten Unternehmen hat ernste Probleme“, sagt BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein.

mehr ...

Immobilien

Online-Portale von Immobilienmaklern im Test

Besonders in den Großstädten gilt: Wohnraum ist knapp und die Suche nach einer neuen Immobilie – sei es zur Miete oder zum Kauf – zerrt an den Nerven. Wer dabei auf professionelle Hilfe setzt, kann sich neben überregionalen Makler-Ketten auch an einen der zahlreichen Anbieter vor Ort wenden, die mit der regionalen Situation und den Marktpreisen bestens vertraut sein sollten. Ob die Websites der Makler vor Ort eine Verbraucherempfehlung sind, zeigt ein Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

mehr ...

Investmentfonds

Reges Interesse an Unternehmensteilen von Wirecard

Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren.

mehr ...

Berater

DSGVO: Neuer Branchenstandard für Versicherungsmakler

Auf Initiative des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung ist gemeinsam mit der beim AfW angesiedelten Initiative “Pools für Makler” und mit Unterstützung weiterer Partner wie der Allianz eine DSGVO-konforme Einwilligungserklärung erarbeitet worden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Umsatz gestiegen, Kurse gefallen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet im Juni bezüglich der Anzahl der Transaktionen und des Nominalumsatzes eine leichte Belebung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds. Der Durchschnittskurs sank hingegen zum dritten Mal in Folge.

mehr ...

Recht

Urteil: Haushaltsführungsschaden kennt keine Altersgrenze

Nach einem Verkehrsunfall kann man Anspruch auf eine vierteljährlich zu zahlende Rente haben – der sogenannte Haushaltsführungsschaden. Diese Zahlung ist nicht auf ein Höchstalter begrenzt. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt hervor (Aktenzeichen: 22 U 82/18), von der die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet.

mehr ...