22. März 2010, 13:19
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Zahltag: Verdienen mit Dividendenfonds

Zwar hat die amerikanische Notenbank Federal Reserve jüngst den Diskontsatz erhöht, vom Anheben des Leitzinses will Fed-Chef Ben Bernanke allerdings vorerst nichts wissen, da ein selbsttragender Aufschwung ohne Staatshilfen noch nicht erreicht sei. Die viel beschworene Exit-Strategie, mit der die Liquidität an den Finanzmärkten wieder gesenkt und eine drohende Inflation begrenzt werden soll, ist somit bis auf Weiteres vertagt.

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„Am Ende werden Aktien auch 2010 höhere Renditen abwerfen als Renten“, schlussfolgert Kaldemorgen. Als Beispiele nennt er die Branchen Energieversorger und Telekommunikation, in denen zurzeit die Dividendenrenditen im Schnitt deutlich über dem liegen, was Anleihen derselben Unternehmen abwerfen. Bei der Deutschen Telekom stehen rund acht Prozent Dividendenrendite nur 3,2 Prozent Anleihe-Zinsen gegenüber.

Der Leiter des weltweiten DWS-Aktienfondsmanagements erwartet deswegen trotz des volatilen Jahresauftakts an den Börsen den Dax zum Jahresende ebenfalls weiterhin bei 6.500 Punkten. Denn dafür reiche es bereits, wenn nur einige defensive Werte mit hoher Ausschüttung zulegen können, so Kaldemorgen.

Neue Produkte en masse

Damit die Kunden die günstige Zeit für Dividenden-Investments auch nutzen können, bringen gerade die großen Anbieter reichlich neue Offerten unters Volk. Die britische Gesellschaft M&G ging beispielsweise bereits vor Jahresfrist mit einem europäischen und einem internationalen Dividendenfonds an den Start.

Die DWS versucht es mit ihrem frischgebackenen Aktienfonds Dividende Direkt 2014, der auf eine Laufzeit von vier Jahren beschränkt ist. Fondsmanager Jens Labusch sieht Ausschüttungen besonders in leicht steigenden Märkten als eine wesentliche Ertragsquelle. „Auf lange Sicht machen Dividendenrendite und Dividendenwachstum mit über zwei Dritteln sogar den Großteil der Gesamtrendite einer Aktie aus, das schafft Sicherheit“, sekundiert Kris Hermie, Fondsmanager des Invest Global High Dividend bei ING Investment Management.

Seit der Jahrtausendwende hat die Dividenden-Benchmark Divdax um rund die Hälfte zugelegt, während der Dax, der die Entwicklung der 30 deutschen Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung widerspiegelt, circa 30 Prozent im Minus liegt. Nichtsdestotrotz fanden Dividendenstrategien und Anleger in den letzten Jahren nicht zueinander. Kein Wunder bei den oftmals mäßigen Ergebnissen der Fondsangebote.

Selbst Spitzenprodukte wie der 3,3 Milliarden Euro schwere DWS Top Dividende, auf dessen Research Labusch bei seinen Anlageentscheidungen zurückgreift, sorgten zuletzt eher für Gähnen. Während aus den vergangenen fünf Jahren noch ein Plus von gut 22 Prozent resultierte, ging es seit Anfang 2007 rund 13 Prozent bergab.

Top-Dogs sind rar

Dass solch müde Ergebnisse für die Silbermedaille im Fondswettbewerb reichen, zeigt, wie unpopulär Dividendentitel an den Börsen zuletzt waren. Nur dem Dividende & Substanz vom Pullacher Vermögensverwalter DJE Kapital gelang es, besser als die DWS-Offerte abzuschneiden. Das aber immerhin mit rund doppelt so hoher Performance über fünf Jahre und nur halb so großen Verlusten über drei Jahre.

Lesen Sie auf Seite 3, was Anleger mit Dividendenfonds verdienen konnten und womit sie zukünftig rechnen können.

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