6. September 2011, 11:49
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„In den EU-Randstaaten sind wir derzeit nicht investiert“

Schroders erweitert seine europäische Aktienfondspalette um den Schroder ISF1 European Equity Focus. Cash. sprach mit Rory Bateman, dem Leiter des europäischen Aktienteams, über die Zielsetzung und die Investmentstrategie.

Batemann-schroders in „In den EU-Randstaaten sind wir derzeit nicht investiert“

Rory Bateman

Cash.: Es gibt bereits eine ganze Reihe von Europa-Aktienfonds am Markt. Warum ist ein weiteres Produkt für diese Region erforderlich?

Bateman: Seit geraumer Zeit gibt es in Anlegerkreisen ein wachsendes Interesse an High-Alpha-Produkten, also an Fonds, die eine Extra-Rendite gegenüber dem Markt erzielen. Der europäische Large-Cap-Fonds von Schroders wird vergleichbar gemanagt. Deshalb waren wir der Meinung, dass wir mit einem mit diesem Ansatz konzipierten, konzentrierten Produkt sehr gut im Wettbewerb bestehen können. Deshalb haben wir den ISF European Equity Focus lanciert.

Cash.: Worin unterscheidet sich der Fonds von anderen Produkten in dieser Peer Group?

Bateman: Der Schroder ISF1 European Equity Focus wird unabhängig von einem Vergleichsindex gemanagt. Wir wählen die Titel nach einem fundamentalen Ansatz aus. Das Portfolio umfasst generell lediglich zwischen 30 und 35 Aktien und ist somit sehr konzentriert. Darüber hinaus gibt es keine Stilvorgaben sowie keine Limitierung im Bezug auf die Branchen- und Länderzugehörigkeit oder die Unternehmensgröße der Werte.

Cash.: Besteht dadurch nicht die Gefahr, dass der Fonds nicht ausreichend diversifiziert ist und bei Auf- und Abschwüngen an den Kapitalmärkten nur suboptimal aufgestellt ist?

Bateman: Durch das konzentrierte Portfolio liegt natürlich eine größere Volatilität nahe. Allerdings erwarten wir im Gegenzug eine höhere Überrendite. Durch ein entsprechendes Risikomanagement stellen wir sicher, dass weder eine bestimmte Aktie noch ein einzelnes Thema die Performance des Fonds dominieren. Analog unserem Large-Cap-Fonds streben wir an, dass zwei Drittel der Rendite aus der Aktienauswahl generiert wird, während die thematische Ausrichtung des Fonds zu etwa einem Drittel zur Performance beiträgt. Darüber hinaus werden wir versuchen, Marktineffizienzen auszunutzen, wobei dieser Ansatz den Fonds nicht dominieren wird.

Cash.: Was muss ein Titel mitbringen, damit er als Kauf für den Fonds infrage kommt?

Bateman: Diesbezüglich fragen wir uns immer, in welchem Punkt wir uns vom Markt unterscheiden und wie wir es schaffen, die potenzielle Extra-Rendite zu maximieren. Aufgrund dieses Ansatzes identifizieren wir Kaufkandidaten, die vom Markt hinsichtlich Wachstum, Profitabilität und Rendite unterschätzt werden.

Cash.:Bei welchen Bedingungen trennen Sie sich von Aktien? Wie groß ist der Turnover im Fonds?

Bateman: Wir fahren einen sehr disziplinierten Verkaufsansatz. Wenn eine Position unsere ursprünglichen Annahmen bestätigt hat oder aber sich die Rahmenbedingungen grundsätzlich verändert und zu einer neuen Bewertung geführt haben, verkaufen wir die Aktie. Ganz grundsätzlich sind wir fortlaufend an frischen Investmentideen interessiert. Das bringt auch unser Turnover zum Ausdruck, der zwischen 50 und 100 Prozent beträgt. Denn wir wissen sehr genau, dass eine schlechte Verkaufsdisziplin leicht Performance kosten kann.

Seite 2: Keine Investments in der EU-Peripherie

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