22. Februar 2011, 15:18
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Janus: US-Ökonomie startet durch

Die US-Fondsgesellschaft Janus Capital International traut amerikanischen Unternehmen in diesem Jahr gute Ergebnisse zu. Investoren sollten aber darauf achten, in welchem Sektor sie ihr Geld anlegen.

Liberty-online-127x150 in Janus: US-Ökonomie startet durchColleen Denzler, Chefin des Bereichs Fixed Income Strategy bei Janus, erklärt: „Obwohl der Schuldenabbau amerikanischer Unternehmen voraussichtlich noch viele Jahre andauern wird, gibt es bereits Firmen, die diesen Prozess allmählich abschließen.“

Viele US-Unternehmen haben die Kosten gesenkt, operative Verbesserungen umgesetzt und die Lagerbestände unter Kontrolle gebracht. Die Firmen seien nun bestrebt, ihre Margen durch Wachstum mittels Investitionen sowie Fusionen und Akquisitionen zu steigern, so Denzler. Qualitätsunternehmen mit soliden Bilanzen dürften von einer Erholung der US-Ökonomie zuvorderst profitieren.

Unterm Strich erwartet Janus Capital einen Anstieg des BIP-Wachstums von derzeit 2,6 Prozent auf 3,1 Prozent im Januar 2012. Allerdings werden sich wohl nicht alle Sektoren gleichermaßen erholen können. Dafür sind die Voraussetzungen zu unterschiedlich: „Während die Automobil-Branche stark von den Konjunkturprogrammen profitiert hat, fehlt den Immobilienunternehmen die Nachfrage“, erklärt Denzler.

So profitierte der Automobilsektor in der Vergangenheit direkt von den Stützungen und kurbelte sowohl die Nachfrage von Konsumenten und Geschäftskunden als auch das Kreditgeschäft wieder an.

Der Immobiliensektor ist ebenfalls von den staatlichen Rettungspaketen stabilisiert worden, eine anhaltende Erholung der privaten und gewerblichen Nachfrage hat laut Janus aber nicht eingesetzt. Neben den mäßigen Absatzchancen bereiten ein knappes Kreditangebot, die schwierige Haushaltslage der US-Regierung und auslaufende Konjunkturprogramme Sorgen.

Dies belastet nebst Baugesellschaften auch Zulieferer und einige im Rohstoffbereich tätige Firmen. Auslaufende Konjunkturprogramme in Kombination mit staatlichen Sparmaßnahmen belasten außerdem Gesellschaften aus den Sektoren Technologie, Luftfahrt und Verteidigung. (mr)

Foto: Shutterstock

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