Konjunktur-Sorgen: ZEW-Index stürzt ab

Pessimisten gewinnen die Oberhand: Die vom Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW unter 300 Analysten und Börsenprofis ermittelten Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im August um 22,5 Punkte auf minus 37,6 Punkte eingebrochen.

Stress AusgebranntDie Angst vor einer Rezession in den USA zusammen mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit von US-Staatsanleihen habe die makroökonomische Unsicherheit weiter erhöht, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit.

Die Krise im Euroraum und die enttäuschende Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal hätten ihr Übriges getan, so die Mannheimer Wirtschaftsforscher.

„Die bisher schon geäußerte Skepsis der Finanzmarktexperten bezüglich der künftigen konjunkturellen Entwicklung hat sich dramatisch verstärkt. Die Erwartungen stehen überdies im Einklang mit dem Konjunkturpessimismus auf den Aktienmärkten“, sagte ZEW-Präsident Professor Dr. Wolfgang Franz.

Der Indikator für die Bewertung der aktuellen Konjunkturlage behauptete sich zwar noch im positiven Bereich, stürzte jedoch um 37,1 Punkte auf 53,5 Punkte ab. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im August um 33,0 Punkte gegenüber dem Vormonat gefallen und liegen nun bei minus 40,0 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verschlechterte sich um 21,4 Punkte auf minus 19,1 Punkte. (hb)

Foto: Shutterstock

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