10. April 2012, 15:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Energiefonds: Vom steigenden Ölpreis profitieren

Öl ist knapp und teuer. Sollten etwa die Konflikte im Nahen Osten weiter eskalieren, sind neue Rekordniveaus drin. Mit Energiefonds können Fondsanleger profitieren.

Energiefonds Ölpreis
Text: Marc Radke

Ob als Treibstoff, Strom oder Wärme – einen Mangel an bezahlbarer Energie können aufstrebende Volkswirtschaften nicht verlustfrei kompensieren. Das weiß auch Daniel Würmli: „Der Zugang zu günstiger Energie verschafft ökonomische Vorteile und ist Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum.“

Ein derart gefragtes Wirtschaftsgut rückt nahezu zwangsläufig ins Visier von Kapitalinvestoren. Experte Würmli managt inzwischen seit 17 Jahren Investmentfonds. Mit dem 1999 von Swisscanto, Asset Manager der Schweizer Kantonalbanken, aufgelegten Equity Fund Selection Energy verwaltet der Eidgenosse momentan rund 52 Millionen Euro.

Seine Performance kann sich sehen lassen: Rund 53 Prozent legte der Anteilswert des Energiefonds in den vergangenen drei Jahren zu. Anleger, die bereits vor dem Einsetzen der Finanzkrise 2008 investiert waren, können sich trotz der Einbrüche an den Börsen weltweit immerhin noch an rund 21 Prozent Plus über fünf Jahre erfreuen.

Damit liegt Würmlis Portfolio in der Performance-Rangliste ganz vorn. Zu seinen Favoriten zählen ausschließlich Blue Chips, also Aktiengesellschaften mit einer hohen Marktkapitalisierung. Das Top-Trio bilden Öl- und Gaskonzerne: Exxon Mobile, Nachfolger von John D. Rockefellers Standard Oil Company, liegt mit 7,7 Prozent auf der ersten Position. Es folgen die Chevron Corporation, ebenfalls in den USA beheimatet, sowie der holländische Konzern Royal Dutch Shell.

Vertrauen in große Kaliber

Die Strategie, derzeit zuvorderst auf die großen Konzerne, die sogenannten Majors, zu setzen, hat Würmli keineswegs exklusiv. Beim KBC Equity Fund Oil beispielsweise finden sich genau die gleichen Hauptinvestments, wenn auch nicht ganz so stark gewichtet.

Seit der Auflage im Jahr 2000 lenkt Eric Raets das Portfolio. Die circa 109 Millionen Euro Vermögen allokiert er wie Kollege Würmli auf alle Energieträger, mindestens drei Viertel legt er in Aktien von Unternehmen an, die auf dem Öl- und Gassektor tätig sind.

„Unser Favorit unter den integrierten Gesellschaften, die einen großen Teil der Wertschöpfungskette abdecken können, ist Royal Dutch. Eine ganze Reihe von Großprojekten wie zum Beispiel in Qatar kann die Produktion und die Ergebnisse weiter verbessern“, erklärt Raets.

Seite 2: Energiefonds: Lukrative Wertschöpfungskette

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Branchenstudie: Versicherer sehen durch Corona mehr Chancen als Herausforderungen

Die Corona-Krise hat weltweit zu einem hohen Maß an Unsicherheit geführt. Rund ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie stellt sich zumindest für die deutsche Versicherungswirtschaft die Situation deutlich positiver dar als noch zu Beginn. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY und der V.E.R.S. Leipzig GmbH hervor. Die Gründe.

mehr ...

Immobilien

Software für Baufi-Vermittler erhöht Effizienz

Der Arbeitsalltag für Finanzierungsvermittler hat sich nicht zuletzt dank der Digitalisierung stark verändert: Tätigkeiten, die früher pro Kunde mehrere Stunden Zeit kosteten, lassen sich heute dank weniger Klicks sofort erledigen. Doch unterschiedliche Lead Schnittstellen und Accounts auf verschiedenen Plattformen erschweren den Prozess. Für dieses Problem hat die FinLink GmbH ihre gleichnamige Software entwickelt.

mehr ...

Investmentfonds

GAM ernennt Jill Barber zur globalen Leiterin Institutional Solutions

GAM Investments ernennt Jill Barber zur Global Head of Institutional Solutions. Jill Barber wird direkt dem Group Chief Executive Officer Peter Sanderson unterstehen und Mitglied des Senior Leadership Teams sein. Sie wird dem Unternehmen am 1. November beitreten.

mehr ...

Berater

Sparquote dürfte 2020 auf rund 16 Prozent steigen

Die Coronakrise dürfte die Sparquote in Deutschland nach Einschätzung der DZ Bank in diesem Jahr auf einen Rekordwert treiben. Nachdem die Verbraucher bereits im ersten Halbjahr 2020 deutlich mehr Geld auf die hohe Kante legten als üblich, erwarten die Experten des genossenschaftlichen Spitzeninstituts dies auch für die nächsten Monate.

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium lanciert Zertikat für Schweizer Profi-Investoren

Der Hamburger Logistik-Assetmanager Solvium Capital bringt die Assets „Schiffscontainer“ und „Wechselkoffer“ über ein Zertifikat auf den Schweizer Markt. Dazu ist das Unternehmen eine neu geschlossene Partnerschaft mit dem Züricher Verbriefungsspezialisten Gentwo eingegangen.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...