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30. Juli 2012, 14:22
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Multi Asset: „Rückkehr zu alten Tugenden“

Von den zum Teil heftigen Kursschwankungen an den Börsen weltweit profitiert das Thema Multi Asset. Cash. sprach mit Matthias Hoppe, Vice President und Portfoliomanager der Franklin Templeton Strategic Allocation Funds, über seine derzeitige Positionierung im Markt und die Zukunft der Assetklasse.

Multi Asset: Matthias Hoppe

Matthias Hoppe, Franklin Templeton Strategic Allocation Funds

Das Gespräch führte Frank O. Milewski, Cash.

Cash.: Das Thema Multi Asset wird für Anleger immer wichtiger. An dieser Entwicklung ist die derzeitige Situation an den Kapitalmärkten natürlich nicht ganz unschuldig. Bislang sind Multi-Asset-Fonds noch eher eine Beimischung in den Depots der Investoren. Glauben Sie, dass sich die Assetklasse mittel- bis langfristig zum Core Investment entwickeln wird?

Hoppe: Im Grunde sind Multi-Asset-Fonds eine Rückbesinnung auf das, was Anleger ohnehin schon immer hätten tun sollen – nämlich ihr Vermögen über eine Vielzahl von Assets zu diversifizieren.

Es ist jedoch in der Tat zu hoffen, dass sich die Anlageklasse zu einem Basisinvestment entwickelt. In einem solchen Fall ließen sich dann weitere Fonds als Satelliten darum herum verteilen.

Wenn sich Multi-Asset-Fonds als Basisinvestment etablieren, ist es für den Anleger überhaupt noch sinnvoll in weitere Produkte wie etwa Themen- oder Länderfonds zu investieren?

Hoppe: Ob es unbedingt Themen- oder Länderfonds sein müssen, sei dahingestellt. Unsere Multi-Asset-Lösungen sind im Grunde standardisierte Vermögensverwaltungen.

Kunden haben aber eventuell individuelle Wünsche und Vorstellungen. Dieses kann ein Berater dann mit dem Core-Satellite-Ansatz durchaus umsetzen. Bei Franklin Templeton ist Multi Asset seit rund 25 Jahren ein Thema.

Die Einheit, die sich damit beschäftigt, hieß über viele Jahre Managed Solutions. Da dieser Begriff jedoch für die meisten Anleger zu abstrakt ist, haben wir uns in Franklin Templeton Multi Asset Strategies umbenannt.

Cash.: Was sind die Gründe dafür, dass sich die Fondskategorie so gut entwickelt?

Hoppe: Wie Sie eingangs schon erwähnt haben, sorgen die Kapitalmärkte bei vielen Anlegern für ein Umdenken. Mittlerweile rückt das Benchmark-Denken, das noch aus einer Zeit von 20 Jahren erfolgreicher Aktienmarktentwicklung herrührt, immer weiter in den Hintergrund. Im Gegenzug gewinnt das Reduzieren von Volatilitäten und Risiken fortlaufend an Gewicht.

Cash.: In einer aktuellen Umfrage von Ebase bescheinigt das Gros der Vermittler den Mischfonds ein enormes Absatzpotenzial. Würden Sie Multi-Asset-Fonds ebenfalls in diese Kategorie einsortieren?

Seite zwei: Aktives Fondsmanagement über drei Ebenen

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