Anzeige
Anzeige
17. Februar 2012, 16:12
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Vorsicht vor versteckten Risiken!”

Verschiedenste Investmentprodukte haben mit geringer oder gar negativer Korrelation zu traditionellen Investments geworben. Viele konnten dieses Versprechen in turbulenten Marktphasen nicht halten.

Anlagestrategie

Titus C. Schlösser, Porfolio Concept

Gastbeitrag: Titus C. Schlösser

Zahlreiche Investoren benutzen das grundlegende Konzept der Modernen Portfoliotheorie (MPT). Der von Harry M. Markowitz entwickelte Ansatz beruht auf die Diversifikation des Vermögens in Anlagen, deren Renditen möglichst gering oder negativ miteinander korrelieren. Institutionelle Anleger, die sich der MPT bedient haben, fühlten sich für Krisenzeiten gut gewappnet und wurden jäh enttäuscht.

Die MPT weist elementare Schwachstellen auf. Schätzrisiken und Tail Dependence setzen Investoren langfristig einem eklatanten Risiko aus und stellen sie vor neue Herausforderungen. Die Bestimmung des optimalen Portfolios setzt sich aus der erwarteten Rendite und ihren Varianzen sowie Kovarianzen zusammen.

Diese Parameter sind prinzipiell feste Größen, dem Investor jedoch unbekannt. Daher müssen sie zunächst anhand empirischer Daten geschätzt werden. Investoren sollten sich bewusst sein, dass es sich bei den empirisch erhobenen Werten um fehlerbehaftete Schätzungen und nicht um die wahren zugrundeliegenden Parameter handelt. Was bisher weniger beachtet wurde, ist der Effekt extremer Ereignisse – sogenannter schwarzer Schwäne. Es sind höchst unwahrscheinliche, unvorhersehbare und extreme Geschehnisse, die zu strukturellen Veränderungen führen.

Die MPT basiert auf der Annahme, dass Renditen normal verteilt sind. Diese Annahme lässt sich zumindest für Tagesrenditen nicht aufrechterhalten, da diese sogenannte Heavy Tails aufweisen. Danach haben seltene Ereignisse extreme Auswirkungen, die mit der Normalverteilungshypothese nicht vereinbar sind. Ein weiterer Punkt ist die Tail Dependence: das Phänomen simultan auftretender extremer Ereignisse.

Das Auftreten solcher Ereignisse wird oft als temporäre Veränderung der Korrelationsstruktur fehlinterpretiert. Tail Dependence und Korrelation unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt: Während die übliche Korrelation nur den Grad des linearen Zusammenhanges zwischen Renditen misst, ist die Tail Dependence ein Maß für die nichtlineare Abhängigkeit extremer Ereignisse.

Seite 2: Wie Investoren das Risiko eines Crashs mindern.

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...