10. April 2013, 11:44
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Gothaer AM: Risikobereitschaft der Deutschen auf Rekordtief

Nahezu zwei Drittel aller Bundesbürger wollen, dass ihr Geld bei der Kapitalanlage möglichst sicher ist. Mehr als 93 Prozent sind nicht bereit, ein höheres Risiko als bislang einzugehen. So die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Fondsgesellschaft Gothaer Asset Management, Köln.

Gothaer AMKonkret haben 47,3 Prozent der Bundesbürger Angst vor einer steigenden Inflation, 34,5 Prozent vor einem sinkenden Lebensstandard. Rund 18 Prozent fürchten ein Auseinanderbrechen der Währungsunion.

Eine hohe Rendite spielt nach den Ergebnissen der repräsentativen Studie dagegen nur für 11,4 Prozent der Befragten eine wichtige Rolle.

Gothaer AM will konservativ anlegen

Die Risikobereitschaft der Deutschen sei laut Gothaer AM damit auf einem Rekordtiefstand angelangt. Auf die Frage, ob sie bereit seien, aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre bei der Geldanlage ein höheres Risiko einzugehen als früher, antworteten 93,4 Prozent der Befragten mit Nein. „Wir fühlen uns in unserem konservativen Ansatz bestätigt, Renditechancen am Markt zu nutzen und gleichzeitig die Volatilität des Portfolios gering zu halten“, sagt Vorstandssprecher Christof Kessler.

Beliebteste Anlageform bleibt das Sparbuch (42,4 Prozent). Knapp neun Prozent legen ihr Geld in Investmentfonds an.

Kessler meint: „Angesichts der großen Furcht vor einer Geldentwertung ist dieses Verhalten erstaunlich. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Aktien als Sachwert ein guter Schutz vor den Gefahren der Inflation sind, während Sparguthaben ihren Wert verlieren.“

Circa jeder zehnte Befragte gab an, sich vorstellen zu können, wegen der Schuldenkrise künftig mehr Geld außerhalb Europas zu investieren. (mr)

Foto: Shutterstock

 

1 Kommentar

  1. Die Ergebnisse resultieren – mit großer Wahscheinlichkeit – mehr aus einer verzerrten Wahrnehmung von Risiko, als aus der finanziellen Risikobereitschaft der Menschen. Die ist normalverteilt und bleibt auch in Krisen weitgehend unverändert. Das zeigen weltweite Studien seit Jahren.

    Eine mögliche Lösung liegt in einer besseren Kommunikation und Aufklärung zu Risiko. Wenn Menschen erkennen, dass ihr Wissen und ihre Überzeugungen nicht mit den Fakten übereinstimmen, verändern sich ihre Entscheidungen.

    Das bedeutet:
    Mehr Wissen und Aufklärung in die Schulen. Ist gut, dauert sehr lange.
    Oder bessere Beratung. Das geht schnell(er).

    Kommentar von Monika Müller — 16. April 2013 @ 20:34

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