1. August 2013, 11:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preisunterschiede bei Öl schwinden

Die Preisunterschiede beim Rohstoff  Öl nehmen ab. Die Differenz zwischen den Ölsorten WTI und Brent hat sich stark verringert. Einen dauerhaften Trend sehen Analysten deshalb aber noch nicht.

Öl“Angesichts der Verbesserung der logistischen Situation in Cushing, Oklahoma, hat sich der Preisunterschied zwischen West Texas Intermediate (WTI) und Brent Rohöl zum ersten Mal seit drei Jahren fast ausgeglichen. Ob sich der Spread mittel- und langfristig anpasst, lässt sich aktuell noch schwer einschätzen”, sagt etwa Daniel Hoechle, Rohstoff-Experte bei der britischen Investmentgesellschaft Man.

Seit knapp drei Jahren wird Rohöl der amerikanischen Referenzqualität WTI günstiger gehandelt als jenes der vergleichbaren Nordsee-Sorte Brent. Hoechle erklärt den Unterschied: “Dieser Preisabschlag von WTI gegenüber Brent hängt unter anderem eng mit der logistischen Situation in Cushing, dem Auslieferungsort der WTI Futures zusammen. In der Kleinstadt im US-Bundesstaat Oklahoma herrschte in den letzten Jahren ein massives Überangebot an Rohöl, da die existierenden Pipelines einen nur unzureichenden Öltransport zu den großen Raffinerien an der amerikanischen Golfküste zuließen. Durch den Ausbau der Pipeline-Kapazität gelang es in letzter Zeit jedoch, diesen Ölüberhang etwas abzubauen und einen zentralen Engpass im amerikanischen Pipeline-System zu entschärfen. Hinzu kommt ein generell gestiegenes Interesse an WTI sowie ein ins Stocken geratener Import von Rohöl aus Kanada.”

Die jüngste Entwicklung: Betrug der Preisabschlag von WTI im Februar 2013 noch mehr als 20 US-Dollar pro Fass, so verringerte er sich seitdem kontinuierlich. Um den 20. Juli kam es zu einer deutlichen Annäherung der Kurse, so wurde WTI kurzfristig sogar wieder teurer als Brent. Nach Erreichen dieser Parität fiel WTI allerdings in den letzten Tagen zurück. Der Anstieg der Ölproduktion in den USA ist maßgeblich auf neue Techniken wie Fracking zur Förderung von in Ölschiefer eingelagertem Öl zurückzuführen und belastet den Preis von WTI. (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...