Katastrophenanleihe im Fondsmantel

Mit dem „Schroder Gaia Cat Bond“ (LU0951570687) der britischen Fondsgesellschaft Schroders können deutsche Anleger in verbriefte Versicherungsrisiken – sogenannte Katastrophenanleihen – investieren.

Aufgelegt werden die Cat Bonds von Versicherungsgesellschaften, um Risiken etwa von Wirbelstürmen, Erdbeben oder Sturmfluten auszulagern und in kalkulierbare Kosten umzuwandeln.
Beim Managen des Portfolios aus Insurance Linked Securities hilft die Schweizer Boutique Secquaero Advisors Limited, an der Schroders in diesem Frühjahr eine Beteiligung erworben hat.

„Unsere Beteiligung an Secquaero war ein weiterer konsequenter Schritt, unseren Kunden Zugang zu innovativen und sinnstiftenden Investmenttrends zu bieten, mit deren Hilfe Investoren risikoadjustiert und unkorreliert investieren können“, sagt Schroders-Geschäftsführer Achim Küssner.

Fondsmanager Daniel Ineichen folgt der Strategie seines früheren Fonds NGAR Secquaero ILS Fund. Dieser erzielte nach Angaben von Schroders seit seiner Auflage im Mai 2011 eine annualisierte Rendite von 7,3 Prozent und wurde nun mit dem neuen Schroder Gaia Cat Bond verschmolzen.

Im Visier sind Europa, die USA sowie Japan

Ineichen will hauptsächlich in Regionen investieren, in denen eine hohe Konzentration von versichertem Vermögen zu finden ist, vornehmlich in Westeuropa, den Vereinigten Staaten und Japan.

Zum Hintergrund: Aufgelegt werden die Cat Bonds von Versicherungsgesellschaften, um Risiken etwa von Wirbelstürmen, Erdbeben oder Sturmfluten auszulagern und in kalkulierbare Kosten umzuwandeln. So können Investoren Teile dieser Risiken oftmals gegen attraktive Renditen übernehmen. Durch das aktive Management der Cat Bonds in einem Investmentfonds soll eine breite Diversifikation über viele verschiedene Schadenauslöser erreicht werden.

Der Fonds strebt eine jährliche Netto-Performance von sechs Prozentpunkten über dem US-Dreimonats-Libor bei geringer Korrelation zu traditionellen Assetklassen an.

Aktuell managt Schroders auf der Fondsplattform Gaia alternative Investment-Strategien in Form von Ucits-konformen Investmentfonds insgesamt fast 1,9 Milliarden Euro.

Eines der ersten Ucits-Angebote am Markt

Küssner erläutert: „Für viele Vermögensverwalter oder Family Offices ist eine transparente Anlageform, wie wir sie mit unserem neuen Fonds bieten, Voraussetzung, um überhaupt in solche Anlageklassen investieren zu können. Hier gibt es einen großen Bedarf, aber nur wenige Häuser, die die benötigten Produkte für eine breit diversifizierte Asset Allokation auch anbieten können. Hier wollen wir die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot schließen.“

Eine aktuelle Schroders-Marktstudie ergab: Alternative Investments werden in der Asset Allokation bisher kaum berücksichtigt. Im Schnitt investieren Family Offices in Deutschland gerade einmal 7,7 Prozent in alternative Investments. Hingegen gaben 21,3 Prozent der Befragten an, ihr Engagement in diesem Bereich künftig ausbauen zu wollen.

Die Verwaltungsgebühr der neuen Offerte liegt bei 1,42 Prozent pro Jahr. (mr)

Foto: Shutterstock

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