UBS: Risikofreude steigt

Anleger sind so risikofreudig wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Das hat die Schweizer Großbank UBS anhand ihres Investor-Sentiment-Index festgestellt. Dieser wird durch den Risikopuffer bestimmt, den Zertifikateanleger auf den deutschen Aktienindex Dax wählen.

Anleger haben laut UBS im April einen durchschnittlichen Cap von 7,58 Prozent unter dem jeweils aktuellen Stand des deutschen Leitindex gewählt. Der Index lag somit im April ganze 3,12 Prozentpunkte höher als im März, als dieser Wert noch bei 10,70 Prozent notierte. Optimistischer waren die Anleger zuletzt im Juni 2011, als sie im Durchschnitt einen Cap von 6,59 Prozent unter dem Dax-Stand gewählt haben.

Abschwung wird ignoriert

„Trotz kurzzeitiger Abwärtsbewegungen des Dax Mitte April zeigten Anleger eine erhöhte Risikobereitschaft und positionierten sich auch im weiteren Monatsverlauf, als der Dax wieder zulegte, eher antizyklisch. Ob sich das optimistische Sentiment der Anleger aus dem April fortsetzt, bleibt abzuwarten – die jüngste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank lässt aber auf ein weiter positives Umfeld für Aktien hoffen“, sagt UBS-Direktor Marcel Langer.

Zur Funktionsweise des UBS-Index: Erreicht der Dax am Laufzeitende den Cap oder liegt sogar darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Zertifikate die maximal mögliche Rendite. Liegt der Cap weit unterhalb des Dax, zeigt dies, dass Anleger größere Kursrückgänge erwarten. Die Höhe des gewählten Caps ist daher ein Indikator für den Optimismus der Anleger. Der UBS Investor Sentiment Index spiegelt also die Risikobereitschaft der Anleger wider. (mr)

Foto: Shutterstock

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