Anzeige
13. Oktober 2014, 11:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DSGV: “Liquiditätsschwemme zurückführen”

Strukturanpassungen in den öffentlichen Haushalten und Banken der Euro-Länder hat der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, anlässlich der Herbsttagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds in Washington gefordert.

Fahrenschon750 in DSGV: Liquiditätsschwemme zurückführen

Georg Fahrenschon, DSGV, fordert Strukturreformen.

“Die heutige EZB-Politik überspielt mit zu viel und zu billigem Geld den Handlungsbedarf bei Banken und Staaten und konterkariert damit die auf mehr Stabilität ausgerichtete Finanzmarktregulierung”, so Fahrenschon.

Durch die Ultra-Niedrigzinspolitik in den USA und in Europa sowie die damit verbundene Liquiditätsschwemme ergäben sich Gefahren einer gewaltigen Fehlsteuerung. In einer künstlich niedrigen Zinslandschaft würden Risiken nicht mehr richtig bepreist.

Auch die sich inzwischen abzeichnenden Unterschiede in der Zinspolitik im Euroraum einerseits und den USA und Großbritannien andererseits bergen erhebliches Gefahrenpotenzial.

Behutsame Zinsschritte nach oben

“Hier werden sich gewaltige Kapitalströme in Bewegung setzen. Das wird zumindest die aufstrebenden Länder vor erhebliche Probleme stellen und weitere Instabilitäten hervorrufen”, so Fahrenschon. Die EZB müsse erkennen, dass perspektivisch behutsame Zinsschritte nach oben angezeigt seien und die Liquiditätsschwemme Stück für Stück zurückgeführt werden müsse.

“Niemand kann den europäischen Staaten auf Dauer die Aufgabe abnehmen, notwendige Strukturreformen zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durchzuführen. Die Geldpolitik ist inzwischen am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen. Es ist zwingend, dass die Finanz- und Wirtschaftspolitik in Europa wieder zum zentralen Akteur wird und die notwendigen Maßnahmen endlich entschlossen und nachhaltig durchführt”, so Fahrenschon abschließend.

Foto: DSGV

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

bAV: Nürnberger stellt Pensionsfonds neu auf

Die Nürnberger Pensionsfonds AG erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten in der betrieblichen Altersversorgung (bAV). So kann sich beim bilanzförmigen Pensionsfonds die Kapitalanlage zukünftig automatisch an aktuelle Marktentwicklungen anpassen, um eine langfristig stabile Wertentwicklung zu erreichen. Mit Fidelity International konnte zudem ein neuer Partner im Bereich der Fondsanlage gewonnen werden.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsen werden volatiler

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich unter anderem mit der finanziellen Lage Italiens, während die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wieder einmal am Leitzins gedreht hat.

mehr ...

Investmentfonds

Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Die USA erleben ihre zweitlängste wirtschaftliche Expansion, die bereits zehn Jahre andauert. Und auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch anhalten wird. Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet. Er nennt sieben Strategien, mit denen Anleger ihre Portfolios defensiver Ausrichten können.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Falschberatung: Sparkasse muss zahlen

Mangelhafte Beratung kann den Berater teuer zu stehen kommen. Das erfährt eine oberpfälzische Sparkasse gerade am eigenen Leib, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zeigt.

mehr ...

Recht

Heckenschnitt: Was gilt im Streitfall?

Landesrechtliche Regelungen geben oft vor, wie hoch eine Hecke auf einer Grundstücksgrenze sein darf. Nachbarn können jedoch nicht verlangen, dass der Eigentümer seine Hecke vorsorglich im Herbst und Winter so stark herunterschneidet, dass sie im Sommer die zulässige nicht Höhe überschreitet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Landgericht Freiburg.

mehr ...