Anzeige
Anzeige
13. März 2014, 11:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Konjunktur: Skandinavien mit Gegenwind

Im Norden sind die ökonomischen Aussichten durchwachsen: Die Fondsgesellschaft Nordea prognostiziert Skandinavien zwar bessere Zeiten, hält das aktuelle Wirtschaftswachstum dort aber für fragil.

Skandinavien

Die schwedische Wirtschaft begann sich erst Ende 2013 zu erholen.

Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen entwickeln sich unterschiedlich. Problematisch seien die internationale Unsicherheit sowie die schwache Binnenwirtschaft mehrerer Länder, sagt Nordeas Chefökonom Helge J. Pedersen: “Schweden scheint für einen soliden Aufwärtstrend in den kommenden Jahren am besten positioniert zu sein. In Dänemark und Finnland zeichnet sich eine leichte Erholung ab, während die Wirtschaft Norwegens nach jahrelangem Wachstum abgebremst werden wird.” Das Wachstum der nordischen Länder werde in diesem Jahr insgesamt knapp zwei Prozent betragen.

Schweden Binnenkonsum legt zu

Die schwedische Wirtschaft begann sich erst Ende 2013 zu erholen. “Die Binnennachfrage stieg markant an, während das Wachstum der Exporte verhalten blieb. 2014 trugen niedrige Zinsen und eine expansive Finanzpolitik dazu bei, die Wirtschaft anzukurbeln. Die Haushalte bleiben der wichtigste Wirtschaftsfaktor”, weiß Pedersen und hofft: “Das Wachstum wird weiter gestärkt werden, sobald die globale Nachfrage und die Exporte an Dynamik gewinnen. Auch die Investitionen werden bei zunehmender Produktion an Umfang gewinnen und so zum Wachstum beitragen.”

Die dänische Wirtschaft blickt dagegen auf einen schwachen Jahresabschluss 2013 zurück, sieht laut dem Nordea-Experten aber besseren Zeiten entgegen: “Insbesondere der Exportsektor könnte aufgrund des Wachstums der wichtigsten Exportmärkte einen erfreulichen Zuwachs erreichen. Auch die Binnennachfrage wird steigen. Sobald sich die Arbeitsmarktsituation verbessert hat, wird sich ein Nachholbedarf der Haushalte zeigen. Die Immobilienpreise vermitteln ein relativ optimistisches Bild, aber die Verkaufszahlen bleiben bescheiden und sind durch ein geographisches Ungleichgewicht gekennzeichnet.”

Sorgenkinder Finnland und Norwegen

Die Wirtschaft Finnlands bleibt nach Einschätzung Pedersens weiterhin schwach, der leichte Zuwachs bei Exporten wird vom schwachen Binnenkonsum überdeckt. Ähnliches gilt für Norwegen: “Die Wachstumsprognose gibt jedoch nach unserer Auffassung keinen Anlass zu Optimismus. Der Neubau von Eigenheimen scheint zu stagnieren, der Konsum verläuft schleppend und die Erdöl-Investitionen scheinen ihren Höchststand erreicht zu haben. In einem schwachen Makroumfeld werden die Unternehmensinvestitionen wahrscheinlich auch bescheiden bleiben. Der Anstieg der Exporte und die expansive Finanzpolitik sind positiv zu bewerten, reichen aber nicht aus, um eine Konjunkturschwäche zu umschiffen.”

Die schwedische Nordea-Gruppe verwaltet Kundengelder in Höhe von 233 Milliarden Euro. (mr)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

GDV-Statistik: Mehr Einbrüche im Winter

Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche nimmt von Oktober bis März im Schnitt um 40 Prozent zu. Das zeigen die Statistiken des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Mit diesen Kosten müssen Wohnungseigentümer planen

Eigentümer einer Wohnung müssen keine Miete mehr zahlen, doch sollten sie neben den Kreditraten auch die Kosten für Instandhaltung und das Hausgeld einplanen. Baufi24 hat zusammengefasst, welche Kosten anfallen und was Wohnungsbesitzer beachten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

“Kreditanalyse ist wichtiger denn je”

Seit der Finanzkrise ist fast ein Jahrzehnt vergangen, doch die Effekte an den Kreditmärkten sind weiterhin spürbar. Ein Gastbeitrag von Tatjana Greil-Castro von Muzinich & Co.

mehr ...

Berater

“Family Offices haben die Finanzkrise besser überstanden”

Das Bayerische Finanz Zentrum (BFZ) hat seit 2008 in insgesamt fünf Studien den Family-Office-Markt im deutschsprachigen Raum untersucht. BFZ-Präsident Professor Dr. Wolfgang Gerke hat mit Cash. über die Ergebnisse der Studienreihe und die letzte Erhebung gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity verkauft weiteres Objekt aus dem Fonds Nr. 6

Die Publity AG aus Leipzig hat für den geschlossenen Publikums-AIF „Publity Performance Fonds Nr. 6“  einen 3.000 Quadratmeter großen Bürokomplex in Unterschleißheim (Landkreis München) veräußert.

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...