Anzeige
Anzeige
26. Juni 2014, 10:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Swiss & Global: EZB pusht ABS-Papiere

Mit der Ankündigung der Europäischen Zentralbank EZB, in Zukunft auch forderungsbesicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities, ABS) kaufen zu wollen, um die Kreditvergabe an Unternehmen zu fördern, dürfte die gesamte Anlageklasse an Attraktivität gewinnen, glaubt Swiss & Global Asset Management.

EZB750 in Swiss & Global: EZB pusht ABS-Papiere

Swiss & Global: EZB-Politik befeuert ABS-Segment

“Das Ankaufprogramm der EZB für ABS könnte die Anlageklasse rehabilitieren”, sagt Laurence Kubli, die gemeinsam mit Matthias Wildhaber den JB ABS Fund verwaltet. “Zu Unrecht genießen ABS seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 einen schlechten Ruf”, sagt Matthias Wildhaber.

Geringe Ausfallquoten

Viele Anleger mieden die Anlageklasse, doch ändere sich die Auffassung gegenüber ABS langsam – durch die EZB-Pläne könnte die Anlageklasse weiter an Attraktivität gewinnen, erwartet der Experte. Schon jetzt könne sich die Performance europäischer ABS sehen lassen: So habe die Ausfallstatistik von Standard & Poor’s ergeben, dass zwischen Mitte 2007 und Ende 2013 nur 1,5 Prozent der europäischen ABS einen Ausfall erlitten.

Damit liege der hiesige Markt deutlich unter den 18,7 Prozent Defaults in den USA im selben Zeittraum. Innerhalb des europäischen ABS-Marktes liegen insbesondere die Papiere aus dem Konsumentensektor (Auto ABS, Kreditkarten ABS), dem Unternehmenssektor (Collateralised Loan Obligations, CLO) sowie mit Wohnhypotheken besicherte Papiere (Residential Mortgage Backed Securities, RMBS) sogar noch unter dem europäischen Durchschnitt.

EZB-Ankäufe dürften zu Spread-Einengung führen

“Wir erwarten, dass sich aufgrund der geplanten ABS-Ankäufe der EZB die Risikoprämien einengen werden”, so Kubli. Die EZB will vor allem ABS aus dem EU-Non-Financial-Private-Sektor ankaufen. Ein wichtiges Kriterium sei dabei die Qualität der Papiere: Es sollen nur solche Papiere erworben werden, die einfach, real und transparent sind, habe EZB-Präsident Mario Draghi angekündigt.

Die Papiere müssen mit realen Vermögenswerten unterlegt sein, sie dürfen keinen Hebel enthalten und keine synthetischen Besicherungen enthalten. Derzeit erschwerten regulatorische Vorgaben (z.B. punitiv hohe Risikogewichtungen) den Banken und Versicherungen den Ankauf von ABS.

Für die beiden ABS-Experten von Swiss & Global Asset Management sind gesetzliche Änderungen eine unabdingbare Voraussetzung für die Wiederbelebung des europäischen ABS Marktes.

“Wichtige Rolle bei Finanzierung der Realwirtschaft”

“Nur wenn die Regulierungsbehörden von einer ungünstigen Pauschallösung abrücken und Regeln für die Eigenheiten der unterschiedlichen ABS-Typen finden, könnten ABS für Anleger an Attraktivität gewinnen und eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der Realwirtschaft spielen”, so Wildhaber.

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

“BU-Beratung durch Makler als bester Weg zur passenden Lösung”

“Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein hoch erklärungsbedürftiges Produkt”, sagt Michael Stille, Vorstandsvorsitzender der Dialog Lebensversicherung. Im Interview mit Cash. sprach er über die Bezahlbarkeit von BU-Policen und “best advice” vom Versicherungsmakler.

mehr ...

Immobilien

Die teuersten Hansestädte

Hamburg ist die teuerste der Hansestädte, sowohl für Mieter, als auch für Käufer. Ein Quadratmeter kostet mehr als doppelt so viel wie in Stralsund. Immowelt hat untersucht, welches die teuersten und günstigsten Städte der Hanse sind.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...