Anzeige
22. Dezember 2014, 11:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Union Investment: Problem der Minizinsen ist nicht überall angekommen

Deutsche Anleger rechnen in den kommenden sechs Monaten mit einem anhaltend niedrigen Zinsniveau. Klassische zinsbasierte Anlageformen verlieren daher an Attraktivität, insbesondere das Sparbuch. Für die Aktienmärkte sind die Bundesbürger positiv gestimmt. Fast jeder Zweite (47 Prozent) geht von steigenden Börsennotierungen aus. Das sind einige der Ergebnisse des aktuellen Anlegerbarometers von Union Investment.

Giovanni-Gay750 in Union Investment: Problem der Minizinsen ist nicht überall angekommen

Giovanni Gay, Union Investment: “Mangel an rentierlichen Anlagealternativen wecken Interesse für Aktien und Investmentfonds.”

Mit Blick auf die Zinsentwicklung in den nächsten sechs Monaten ist für deutsche Sparer keine Trendwende in Sicht. Die Mehrheit (61 Prozent) rechnet mit gleichbleibend niedrigen Zinsen. Im Vorquartal waren es knapp zwei Drittel (64 Prozent). 21 Prozent gehen sogar von weiter fallenden Zinsen aus. Das sind drei Prozentpunkte mehr gegenüber der letzten Erhebung.

Sparbuch verliert an Bedeutung

Vor diesem Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass zinsbasierte Anlageformen an Attraktivität verlieren, vor allem das Sparbuch. Hielt im letzten Quartal fast jeder dritte Anleger (29 Prozent) das Sparbuch für eine gute Geldanlage, ist es derzeit nur noch jeder Fünfte (19 Prozent). Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Fragestellung im ersten Quartal 2010.

Tagesgeld und festverzinsliche Wertpapiere weniger attraktiv

Auch Tagesgeld, Festgeld, Kapitallebensversicherung und festverzinsliche Wertpapiere büßen an Attraktivität ein. Einzig Aktien und Investmentfonds werden zum zweiten Mal in Folge attraktiver beurteilt: Während Aktien von 30 Prozent im zweiten Quartal 2014 auf aktuell 33 Prozent steigen, legen Investmentfonds im gleichen Zeitraum um acht Prozentpunkte auf 31 Prozent zu.

“Das anhaltend niedrige Zinsniveau und ein Mangel an rentierlichen Anlagealternativen wecken nach und nach das Interesse der Anleger für Aktien und Investmentfonds”, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Dieser Prozess erfolge jedoch in kleinen Schritten.

Negative Folgen von Niedrigzinsen unterschätzt

Denn viele Anleger haben die Konsequenzen des Niedrigzinsumfelds offensichtlich noch nicht richtig vergegenwärtigt. Lediglich 36 Prozent der Befragten glauben, dass die aktuell niedrigen Zinsen negative Auswirkungen für sie persönlich haben. 34 Prozent versprechen sich dagegen einen Vorteil, möglicherweise weil sie ein Darlehen aufnehmen möchten. Ein weiteres Drittel (30 Prozent) erwartet weder positive noch negative Folgen.

“Das Ergebnis zeigt, dass das Problem Minizinsen und seine Auswirkungen immer noch nicht überall angekommen ist”, erklärt der für das Privatkundengeschäft zuständige Geschäftsführer. Daher werde der Handlungsbedarf oft nicht gesehen: Erst 30 Prozent der Anleger nähmen das aktuell niedrige Zinsniveau zum Anlass, ihre Geldanlagen zu überdenken. Nur 27 Prozent hätten schon einmal in Erwägung gezogen, monatlich einen festen Betrag in Investmentfonds anzulegen.

Seite 2: Anleger erwarten steigende Aktienkurse

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Grundrente wird offensichtlich konkreter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant eine Grundrente für Geringverdiener. Erste Präzisierungen wurden jetzt bekannt. 

mehr ...

Immobilien

Wüstenrot Immobilien: Vermittlungsrekord und Absage an das Bestellerprinzip

Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erneut einen neuen Rekord bei den Vermittlungen verbuchen und spricht sich gegen das geplante Bestellerprinzip aus.

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return: “Volatilität ist an sich nichts schlechtes”

Steigende Volatilität allein ist noch kein Grund, in Absolute-Return-Strategien zu investieren. Über die Stärken und Schwächen der Assetklasse sprach Cash. mit Claudia Röring, Leiterin Produktmanagement bei Lupus alpha.

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

Incentives – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...