Anzeige
11. März 2015, 10:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Instis schätzen Small Caps

Institutionelle Investoren gehen davon aus, dass Small Caps auf längere Sicht Standardaktien hinter sich lassen. Laut einer Studie von Axa Investment Managers halten lediglich 17 Prozent die Börsenschwergewichte für aussichtsreicher.

Axa IM

Studie: Institutionelle Anleger trauen Nebenwerten überdurchschnittliche Kursanstiege zu.

Die französische Fondsgeselschaft hat ermittelt, dass 43 Prozent der befragten professionellen Anleger in Deutschland von Nebenwerten langfristig höhere Renditen als von Standardaktien erwarten.

Ergebnisse im Detail: Von den Vertretern der Family Offices rechnen 52 Prozent mit einer Outperformance von Small Caps, allerdings erwarten auch 28 Prozent eine Underperformance. Der Anteil der Unentschlossenen ist mit 20 Prozent vergleichsweise gering.

Unterschiedliche Einschätzungen bei Family Offices und Banken

Bei Banken und Kreditinstituten wollen sich 55 Prozent der Befragten hinsichtlich ihrer Renditeerwartung nicht festlegen. Allerdings ist der Anteil derjenigen, die mit einer schwächeren Entwicklung von Small Caps rechnen, mit nur sieben Prozent auch besonders klein. 39 Prozent der befragten Vertreter von Banken und Kreditinstituten rechnen dagegen ebenfalls damit, dass Nebenwerte langfristig höher kapitalisierte Aktien outperformen.

“Die langfristig höhere Renditeerwartung von Small Caps ist finanzwissenschaftlich inzwischen so gut belegt, dass die Marktkapitalisierung als eigener Faktor in das Dreifaktorenmodell von Eugene Fama und Kenneth French zur Erklärung von Aktienrenditen eingeflossen ist“, sagt Uwe Diehl, Head of Client Group Germany & Austria bei Axa IM.

Und: “Unsere Studie zeigt, dass diese Erkenntnis auch bei professionellen Investoren angekommen ist.” Bei der Befragung hatten 74 Prozent der Befragten angegeben, die mangelnde Transparenz der Anlageklasse gehöre zu den größten Herausforderungen bei Small-Cap-Investments. 58 Prozent verwiesen auf eine hohe Volatilität von Nebenwerten.

„Tatsächlich sind diese Eigenschaften von Small Caps eine Herausforderung für Investoren. Wegen seiner geringeren Transparenz und Liquidität ist der Markt für Nebenwerte auch weniger effizient als der für Standardaktien“, so Diehl. „Dies bietet jedoch große Chancen für aktive Portfoliomanager. Denn wer die Marktineffizienzen systematisch ausnutzt, kann nachhaltige Überrenditen erzielen.“

Globale und europäische Small Caps bevorzugt

Viele der befragten Investoren haben keine klare regionale Präferenz, wenn es um Nebenwerte geht: 41 Prozent gaben an, sie hielten globale Small-Cap-Investments für besonders interessant. Unter den genannten Einzelregionen erhielt Europa mit 29 Prozent den höchsten Zuspruch, gefolgt von Asien-Pazifik mit 17 Prozent und den USA mit 12 Prozent. Eine Investorengruppe hob sich dabei stark vom Durchschnitt ab: 42 Prozent der befragten Vertreter von Family Offices gaben an, Europa sei für sie die attraktivste Region – nur 21 Prozent sagten dies über globale Small Caps. (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

R+V legt Wachtsumsprogramm auf

Die R+V-Versicherung legt ein umfassendes Wachstumsprogramm auf und will das Onlinegeschäft kräftig ausbauen. Bis zum 100-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2022 sollen die Beitragseinnahmen auf 20 Milliarden Euro steigen, kündigte der neue Vorstandschef Norbert Rollinger am Dienstag in Wiesbaden an.

mehr ...

Immobilien

Die fünf größten Fehler bei der Baufinanzierung

Wer vorhat, eine Baufinanzierung abzuschließen, sollte sich nicht durch die niedrigen Zinsen zu einem übereilten Abschluss verleiten lassen. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 warnt vor den häufigsten Fehlern.

mehr ...

Investmentfonds

Neuberger Berman bleibt für Europa-Aktien optimistisch

Nach der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl sind viele Investoren erleichtert. Auch Neuberger Berman sieht die Zukunft des alten Kontinents eher positiv. Dies liegt auch an den sich aufhellenden Konjunkturaussichten. Gastkommentar von Andrew Wilmont, Neuberger Berman

mehr ...

Berater

EZB: Extrem niedrige Zinsen und mehr Wettbewerb fördern Kreditvergabe

Die Nachfrage nach Bankkrediten in der Eurozone ist zuletzt weiter gestiegen, teilt die Europäische Zentralbank (EZB) mit. Extrem niedrige Zinsen und vielversprechende Aussichten für die weitere Entwicklung am Immobilienmarkt seien für die höhere Nachfrage verantwortlich.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity erwirbt Objekt in Bensheim

Der Asset Manager Publity AG aus Leipzig meldet den Erwerb seines 585. Objekts: Eine gemischt genutzte Value-Add-Immobilie mit 15.000 Quadratmetern Mietfläche in Bensheim im Regierungsbezirk Darmstadt.

mehr ...

Recht

ZIA: Senkung der Grunderwerbsteuer wäre beste Eigenheimförderung

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) fordert, die Grunderwerbssteuer zu senken. Bei der Förderung von Wohneigentum sollte die Regierung nicht auf Zuschüsse sondern auf Steuersenkungen setzen.

mehr ...