Anzeige
8. Dezember 2015, 08:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Barings: Spitzenreiter für 2016 sind Europa, Japan und die Schwellenländer

Für die Aktienmärkte Europas, Japans und der Schwellenländer Asiens dürfte 2016 laut Ken Lambden, CIO bei Baring Asset Management in London, ein Erfolgsjahr werden.

Ken-Lambden-CIO-Barings-Kopie in Barings: Spitzenreiter für 2016 sind Europa, Japan und die Schwellenländer

Ken Lambden, Baring Asset Management: “Die USA müssen zur Tagesordnung zurückkehren”

Spitzenreiter seiner Marktprognosen ist dabei Europa, dem die geldpolitischen Anreize der Europäischen Zentralbank und zunehmend positive Fundamentaldaten Aufwind geben. Auch die Einschätzung zu Japan ist wohlwollend, zeigen doch die dortigen Marktreformen anhaltend Wirkung. Ebenso positiv bewertet Lambden die Entwicklung wichtiger Volkswirtschaften in Asien, die teilweise durch das erstarkte China Auftrieb erhalten.

“Europa ist hervorragend positioniert” 

“Europa ist meiner Ansicht nach hervorragend positioniert und ich sehe gute Wachstumschancen bei Small-, Mid- und Large-Cap-Titeln. Im Gegensatz dazu dürfte der amerikanische Wachstumsmotor meines Erachtens nach im nächsten Jahr ins Stottern geraten. In der zweiten Jahreshälfte 2016 dürfte der Euro gegenüber dem Dollar vergleichsweise attraktiver sein. Unser China-Ausblick fällt im Vergleich zu anderen Beobachtern vielversprechender aus. Dem Land wird sowohl an den regionalen als auch den globalen Märkten eine zunehmend wichtige Rolle zufallen und die Integration in die Weltwirtschaft dürfte durch Marktreformen weiter vorangetrieben werden. Nachdem der Yuan in den Währungskorb des IWF, aus dem sich dessen Sonderziehungsrechte (SZR) ergeben, aufgenommen wurde und die chinesische Regierung den richtigen Kurs zur Kontrolle ihrer Wirtschaft eingeschlagen hat, dürfte 2016 für Asien alles in allem ein gutes Jahr werden”, so Lambden.

Spezifische Anlagechancen in Schwellenländern

In den Schwellenländern würden sich im Jahr 2016 vermehrt spezifische Anlagechancen ergeben, insbesondere im Small- und Mid-Cap-Segment. Diese Anlageklasse dürfte in der Gunst von Anlegern steigen, die auf der Suche nach vergleichsweise günstig bewerteten Titeln sind. Dabei ist Lambdens Ansicht nach jedoch wichtig, dass Anleger die Schwellenländer nicht länger als homogene Anlageklasse betrachten: Im Jahresverlauf 2016 werden Unterschiede bei den Renditen zu beobachten sein, daher spielt die Auswahl der Unternehmen und der einzelnen Aktien eine wesentliche Rolle.

Weniger Volatilität bei Rohstoffen

Lambden ist zudem der Auffassung, dass auf Unternehmensebene der Rohstoffsektor weniger Volatilität an den Tag legen wird als noch 2015, da getroffene Entscheidungen hinsichtlich Kosten und Produktionskapazitäten von nun an für eine höhere Rentabilität sorgen. “Auch im nächsten Jahr stehen die USA im Zentrum der Aufmerksamkeit, insbesondere im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November. Meiner Ansicht nach gibt es keine eindeutigen Anzeichen dafür, dass die Fed plant, die Zinsen im Jahr 2016 in regelmäßigen Abständen anzuheben, sofern die Inflation nicht drastisch steigt. Doch glaube ich auch, dass es für die USA immer notwendiger wird, zur Tagesordnung zurückzukehren. Barings ist auf diese Marktentwicklungen bestens vorbereitet”, sagt Lambden.

Ausbau der Produktpalette bei Barings

Das Unternehmen habe für 2016 eine Expansionsphase eingeleitet und in Großbritannien und den USA, aber auch in Asien, eine große Zahl neuer Mitarbeiter eingestellt. Zudem könne Barings im neuen Jahr mit neuen Produkten aufwarten und die Vorteile der bestehenden Produktpalette ausbauen. “Wir gehen dabei von einer Nachfrage aus, die auf unsere speziellen Anlageleistungen zugeschnitten ist”, so Lambden. (fm)

Foto: Baring Asset Management

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

Zahl der gesunden Lebensjahre steigt

Die Deutschen verbringen einen immer größeren Teil ihres Lebens bei guter Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Berechnung des Demografen Roland Rau für die GDV-Initiative “7 Jahre länger”. Zwischen 2005 und 2013 haben demnach 65-jährige Frauen weitere 2,8 gesunde Lebensjahre hinzugewonnen. Ihre Lebenserwartung stieg in der Zeit um 0,6 Jahre.

mehr ...

Immobilien

ZIA: Senkung der Grunderwerbsteuer wäre beste Eigenheimförderung

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) fordert, die Grunderwerbssteuer zu senken. Bei der Förderung von Wohneigentum sollte die Regierung nicht auf Zuschüsse sondern auf Steuersenkungen setzen.

mehr ...

Investmentfonds

Veränderung bei der Aktionärsstruktur von Mainfirst

Beim Frankfurter Vermögensverwalter Mainfirst hat es deutliche Veränderungen im Kreis der Eigentümer gegeben. Bei der Gesellschaft, wo derzeit rund 180 Mitarbeiter angestellt sind, gibt es zukünftig einen sehr starken Aktionär aus der Schweiz.

mehr ...

Berater

Internetmarketing: “Makler müssen Online-Servicepunkte bieten”

Jan Helmut Hönle, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Hönle.training, ist Experte für Internetmarketing und Online-Beratung. Im Gespräch mit Cash. erläutert er, wie Makler im Internet Kunden gewinnen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Schiffsfonds: Vom Boomsegment zur Marktnische

Vor nur zehn Jahren waren Schiffsfonds das zweitstärkste Segment der Sachwertbranche. Dies erscheint aus heutiger Sicht fast schon utopisch. Etliche Fonds sind gescheitert. Umso erstaunlicher ist, dass sich erstmals wieder ein Anbieter auf den Markt wagt.

mehr ...

Recht

Maklervertrag: Diese zwölf AGB-Klauseln sind tabu

Ein Versicherungsnehmer hatte gegen seinen Versicherungsmakler geklagt, nachdem dieser ihm eine Rechnung wegen Provisionsverlust stellen wollte und auf seine AGB verwies. Bei einer genaueren Prüfung der AGB fanden die Richter insgesamt zwölf ungültige Klauseln.

mehr ...