Berenberg favorisiert Aktien in 2016

Berenberg erwartet für das Jahr 2016 eine Fortsetzung des Aufschwungs für die USA und Europa. Allerdings bleibt die Dynamik verhalten. Sieben Jahre nach der großen Finanzkrise regiert weiterhin die Vorsicht das Verhalten vieler Menschen.

Laut Berenberg stützen vor allem Europa und die USA das weltwirtschaftliche Wachstum

Deutschlands älteste Privatbank rechnet mit einem Weltwirtschaftswachstum von 2,5 Prozent im kommenden Jahr bei stabilem Wachstum in der westlichen Welt und auslaufenden Krisen in einigen Schwellenländern.

„Auf beiden Seiten des Atlantiks trägt vor allem der private Verbrauch die Konjunktur“, sagt Dr. Holger Schmieding, Chefvolkswirt von Berenberg. „Während der Rückenwind aus dem Verfall der Ölpreise langsam abflaut, kann der anhaltende Zuwachs der Beschäftigung den Konsum in der westlichen Welt weiter stützen.“

Europa-Konjunktur mit Rückenwind

In den USA ist die Konjunktur so gefestigt (Prognose 2016: 2,6 Prozent), dass die US-Notenbank ihre Leitzinsen jetzt vorsichtig anheben kann. Dank der Reformen in Randeuropa und der angemessenen Geldpolitik der EZB erhält die Konjunktur der Eurozone weiter Rückenwind.

Für das Jahr 2016 rechnet Berenberg mit einem Wachstum von 1,6 Prozent. China modernisiert sich weiter. Bei langsam abnehmendem Wachstumstrend verlagern sich die konjunkturellen Impulse immer mehr von den teils staatlich gelenkten Investitionen in Industrie und Infrastruktur hin zu modernen Dienstleistungen. „Auch wenn der Übergang zu einem nachhaltigeren Wachstum nicht ohne Reibungsverluste vonstattengeht, halten wir eine harte Landung weiterhin für sehr unwahrscheinlich.“

Deutschland bleibt Wirtschaftsmotor

Deutschland wird ein wichtiger Konjunkturmotor für die Eurozone bleiben. „Für die deutsche Binnennachfrage stehen die Zeichen auf Grün. Der Arbeitsmarkt strotzt vor Kraft und auch der Ausblick auf die deutsche Ausfuhr kann sich Anfang 2016 wieder aufhellen“, sagt Schmieding.

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Nach einer leichten Wachstumsdelle im Winter erwartet Berenberg, dass die Wirtschaftsleistung im Jahresdurchschnitt um 1,7 Prozent zulegen kann. Aufgrund des fiskalischen Impulses für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen von wenigstens 0,6 Prozentpunkten des BIP könnte das Wirtschaftswachstum 2016 vielleicht sogar etwas höher ausfallen.

Seite zwei: Die Hausse ist noch nicht beendet

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