Zu Risiken und Nebenwirkungen aus dem Platzen einer CO2-Blase

Die Bundesregierung sorgt sich wieder einmal um unsere Banken. Das ist nicht neu und auch nicht ungewöhnlich. Die hohe Anzahl von Regulierungen für das Risikomanagement im Bankensektor seit der Lehmann-Pleite spricht eine deutliche Sprache. Diesmal geht es jedoch nicht um Stresstest oder Solvabilität.

Gastbeitrag von Ralph Prudent, Ökoworld Lux S.A.

„Einen fahlen Beigeschmack muss die Mahnung der Bundesregierung, sich mit den Folgen des Klimawandels auseinander zu setzen, doch haben. Sie richtet sich nur an Banken. Es wäre fatal, daraus zu schließen, dass der Privatanleger derartige Risiken außer Acht lassen kann“.

Unsere vorausschauende Regierung sorgt sich um zu hohe Investment- und Kreditrisiken aus Engagements in Unternehmen, die unter den Folgen einer Klimapolitik – etwa eines Ausstiegs aus der Kohle- oder Erdölverwertung – leiden werden.

Risiken des Platzens einer CO2-Blase

Ob eine plötzliche Korrektur überbewerteter Kohle-, Öl- oder Energieunternehmen die Finanzmarktstabilität gefährde, sei zwar unklar, aber nicht auszuschließen. Ergebnisoffen soll geprüft werden, welche Risiken aus dem Platzen einer CO2-Blase erwachsen können.

Die These von der „Carbon Bubble“ geht davon aus, dass der größte Teil der heute bereits bekannten und wirtschaftlich förderbaren fossilen Energieträger im Boden verbleiben muss, will man das zwei-Grad-Ziel erreichen.

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Erhebliche Wertberichtigungen an den Börsen wären die Folge, die Werthaltigkeit von Krediten und Investitionen wäre negativ betroffen. Hunderten von Milliarden Dollar, die weiterhin jährlich in Exploration und Erschließung neuer Vorkommen gesteckt werden, droht die Abschreibung.

Seite zwei: Großanleger überdenken Investitionen

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