Digitalisierung: Branche verschläft Trend

Obwohl die Digitalisierung die Rahmenbedingungen in der Finanzbranche verändert, setzen sich die Marktteilnehmer unsystematisch mit dem Thema auseinander, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Trotz hoher Relevanz der Digitalisierung zeigt sich der Studie zufolge eine erschreckend unsystematische Auseinandersetzung der Marktteilnehmer mit dem Thema.

Demnach werden Smart Data und Social Media im Tagesgeschäft immer noch zu wenig eingesetzt. Im Rahmen der Studie „Asset Management 2.0 – Wie verändert sich die Branche durch neue Technologien und Anbieter?“ haben die Beratungshäuser Endava und Kommalpha in den letzten vier Monaten über 150 Marktteilnehmer der Kategorien KVG/Asset Management, institutionelle Investoren, IT-Vendoren und FinTech-Anbieter befragt.

Laut Endava und Kommalpha war es Ziel der Studie, dem Trend der Digitalisierung von Kommunikation und Prozessen und den damit verbundenen grundlegenden Verhaltensänderungen breiter Teile der Kundschaft von Finanzunternehmen auf den Grund zu gehen.

Unsystematische Heransgehensweise

Die Ergebnisse seien ernüchternd: Demnach zeigen sich trotz hoher Relevanz der Themen eine „erschreckend unsystematische Auseinandersetzung“ der Marktteilnehmer mit diesen. So nutzen der Studie zufolge weniger als 20 Prozent der befragten KVG/Asset Manager regelmäßig die Möglichkeiten von Smart Data im Tagesgeschäft für Marktresearch, Analysen und Wissensaneignung.

Die institutionellen Investoren nutzen Smart Data demnach überhaupt nicht. Dennoch planen sie laut der Studie, in den nächsten drei Jahren Smart Data im Tagesgeschäft intensiver einzusetzen. Social Media ist – im Gegensatz zu Smart Data – bereits im Tagesgeschäft aller befragten Marktteilnehmer angekommen, so die Studie.

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So nutzen 21 Prozent der Investoren und rund 27 Prozent der Anbieter Social Media regelmäßig in ihrem Tagesgeschäft. Weitere 42 beziehungsweise 43 Prozent setzen Social Media noch unregelmäßig ein. Laut der Studie wird sich die Nutzung von Social Media in den nächsten drei Jahren weiter erhöhen. Haupttreiber sei die „bessere Kundenansprache, insbesondere der nachwachsenden Generation“. (jb)

Foto: Shutterstock

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