LGIM: China-Schwäche nicht dramatisch

Chinas Börsenturbulenzen haben Investoren beunruhigt. Legal & General Investment Management ist sich dennoch sicher, dass die Wachstumsschwäche im Reich der Mitte zu managen ist.

Hongkong – die Stimmung an Chinas Aktienmärkten hellt sich etwas auf.

Emiel van den Heiligenberg, Head of Asset Allocation bei Legal & General Investment Management (LGIM) hält die Auswirkungen für begrenzt: „Grundsätzlich rechnen wir zwar damit, dass die chinesische Volkswirtschaft eine deutlich stärkere Verlangsamung erleben wird, als das bisher erwartet worden ist, allerdings nicht wegen der Schwäche der lokalen Aktienmärkte.“

„Vermögensbasis intakt“

Dafür sprächen eine ganze Reihe von Gründen wie zum Beispiel, dass sich der Besitz größerer Aktienbestände immer noch auf vergleichsweise wenige chinesische Haushalte konzentriert, so van den Heiligenberg.

Die Vermögensbasis der meisten chinesischen Bürger werde daher intakt bleiben: „Und da die Sparquote gleichzeitig hoch ist, werden sich die Aktienkursverluste nur begrenzt in einem signifikanten Rückgang der Konsumausgaben niederschlagen. Nicht zuletzt finanzieren sich chinesische Unternehmen nur sehr gering über die Ausgabe von Aktien. Die chinesische Regierung wird zudem aller Wahrscheinlichkeit nach mit ihrer Politik alles dafür tun, um das Wachstum zu unterstützen.“

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Laut van den Heiligenberg würde eine nachhaltige Verlangsamung des Wachstums in China zwar Auswirkungen für die Weltwirtschaft haben: „Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass China immer noch viel schneller wächst als viele andere Länder. Eine Wachstumsschwäche sollte für den Rest der Welt auf jeden Fall zu managen sein.“ (mr)

Foto: Shutterstock

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