Weidmann sieht Anleihen-Turbulenzen als „Korrektur einer Marktübertreibung“

Bundesbankpräsident Jens Weidmann sieht in den jüngsten Turbulenzen am Markt für Staatsanleihen kein Grund zur Sorge. Derzeit gebe es am Rentenmarkt eine „Art von Re-Normalisierung“, sagte Weidmann am Donnerstag in einer Rede in London.

Die Turbulenzen an den Anleihenmärkten nehmen zu.

 

Der ungewöhnlich starke Anstieg der Renditen bezeichnete er als „Korrektur einer Marktübertreibung“. In wenigen Wochen war die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen von nahezu null Prozent auf über 1,0 Prozent gestiegen. Für den sonst eher gemächlichen Handel am Markt für Staatsanleihen ist das eine ungewöhnlich starke Bewegung.

Geringe Liquidität

Eine mögliche Ursache für die starken Ausschläge am Rentenmarkt sieht Weidmann aber auch in der Liquidität im Handel mit Staatsanleihen. Derzeit hielten sich viele Investoren wegen der fallenden Kurse zurück und seien nicht bereit, Papiere zu kaufen, sagte der Bundesbankchef, der gleichzeitig auch einen Sitz im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) inne hat.

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Experten hatten zuletzt immer wieder auf eine zu geringen Liquidität am Markt für Staatsanleihen hingewiesen und teilweise von einem „ausgetrockneten Markt“ geschrieben. Unter anderem habe die EZB mit ihrem milliardenschweren Kaufprogramm von Staatsanleihen zur geringen Marktliquidität beigetragen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

 

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