Anzeige
24. März 2016, 08:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anlegen in Asien wird anspruchsvoller

Wer in der Asien-Pazifik-Region einfach in den breiten Markt investiert, riskiert weiterhin, in erhebliche Turbulenzen zu geraten. Mit einer rigorosen Einzeltitelauswahl und einer sauberen Analyse verlässlicher Daten werden sich aber weiter gute Ergebnisse erzielen lassen.

Tokio Shutterstock 119492539-Kopie in Anlegen in Asien wird anspruchsvoller

Tokio: Hier machen sich Zweifel am Erfolg der Abenomics breit.

Unsicherheit über die Zukunft der chinesischen Wirtschaft, wachsende Zweifel am Erfolg der als Abenomics bezeichneten Wirtschafts- und Geldpolitik in Japan, dazu zum Jahresbeginn Kurskapriolen an den asiatischen Börsen, die rund um den Globus zu einem selten turbulenten ersten Quartal an den Aktienmärkten geführt haben: Ist die Zeit für Investments in Asien, einstmals wichtigste Wachstumsregion der Welt, nun vorerst vorbei?

Keineswegs, argumentieren die Portfoliomanager des GAMAX Asia Pacific. Zunächst erscheinen ihnen die globalen China-Sorgen übertrieben. „Das Abflauen der chinesischen Konjunktur ist zu gleichen Teilen Absicht und Zufall, denn China stellt seine Wirtschaft von export- und investitionsgetriebenem Wachstum auf ein nachhaltigeres konsumgesteuertes Modell um“, sagt Stefan Breintner, der die Titelauswahl des Fonds zusammen mit Dr. Jan Ehrhardt verantwortet: „Trotz politischer Fehlgriffe verfügt Peking über ein umfangreiches Arsenal zur Stützung von Wachstum und zur Vermeidung von Risiken für sein Finanzsystem.“

Hongkonger Börse bietet hohes Maß an Verlässlichkeit

Wer sich bei der Beurteilung der aktuellen Lage Chinas allein auf die Entwicklungen der Börsen in Festlandchina verlässt, macht in den Augen der GAMAX-Fondsmanager zudem einen großen Fehler. Schließlich gehen 90 Prozent der Umsätze an den Börsen in Schanghai und Shenzen auf das Konto von Privatanlegern, die – auf Anraten der Regierung – häufig mit einem Großteil ihres Vermögens oder gar mit geliehenem Geld in den Aktienmarkt eingestiegen sind. Insbesondere deren Stimmungsschwankungen und finanziellen Notwendigkeiten bestimmten zuletzt maßgeblich die Kursentwicklung, sodass diese als Indikator allenfalls mäßig brauchbar erscheint.

Die Fondsmanager des GAMAX Asia Pacific interessiert sie jedenfalls nur am Rande. In China investieren sie ausschließlich via Hongkong, dessen Börse von institutionellen Investoren dominiert wird und ein weit höheres Maß an Verlässlichkeit und Informationsqualität bietet. Schon 2015 zeigte sich die Hongkonger Börse vergleichsweise stabil, als die Festlandbörsen in den Crash-Modus gewechselt haben.

Einzeltitelauswahl statt Index-Investments

Aus dem gleichen Grund machen die Fondsmanager einen Bogen um Indien. „Aktuell ist der dortige Bankensektor, der sehr wichtig für die Wirtschaft ist, kaum zu analysieren“, sagt Breintner, der sich auch in den kommenden Jahren weiterhin auf Japan, Hongkong, Südkorea, Singapur und Indonesien konzentrieren will: „Diese Märkte sind transparent, gut bewertbar und dürften auch langfristig mit hohen Wachstumsraten glänzen, da sie in der gesamten Region gut vernetzt sind.“

Dabei beobachtet der Fondsmanager allerdings wachsende Divergenzen zwischen einzelnen Ländern und Branchen, die einfache Index-Investments wenig sinnvoll erscheinen lassen. Konsequent setzt er mit seinem Kollegen daher auf einen sehr aktiven Investmentansatz, bei dem die Einzeltitelauswahl im Vordergrund steht. Dabei bevorzugen die GAMAX-Fondsmanager wie auch auf Länderebene eher die defensivere Variante, statt auf kurzlebige Highflyer zu setzen.

So haben sie kürzlich etwa Unternehmen aus der Konsumgüterbranche sowie dem Immobiliensektor aufgestockt. „Uns gefallen zum Beispiel der japanische Fahrradzubehörhersteller Shimano, der in 2015 ein Kursplus von 30 Prozent erzielte oder das chinesische Unternehmen Texwinca, das Auftragsfertigungen für bekannte Marken wie Calvin Klein vornimmt und eine attraktive Dividendenrendite von fast zehn Prozent hat“, sagt Breintner. Weitere bekannte Unternehmen im Portfolio sind der Kosmetikkonzern Shiseido und das Bahnunternehmen West Japan Railway, das den berühmten Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug betreibt und ein Plus von 66 Prozent verbuchte.

Stefan Breintner: „Der langfristige Trend ist intakt“

Insgesamt ist der Ansatz gerade in turbulenteren Zeiten sehr erfolgreich. Mit einem Plus von 13,2 Prozent hat der GAMAX Asia Pacific 2015 um 3,9 Prozentpunkte besser abgeschnitten als der Durchschnitt der Asien-Pazifik-Fonds der Morningstar-Vergleichsgruppe. Auch im laufenden Jahr liegt er bereits 1,5 Prozent über dem Durchschnitt. Breintner ist dabei sicher: „Die kommenden Monate können durchaus turbulent werden. Dennoch: Der langfristige Trend ist intakt, und wer auf Aktien mit hoher Qualität setzt, dürfte den möglichen Turbulenzen gelassener entgegenblicken.“ (tr)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...