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20. Juni 2016, 11:29
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Danske Invest: “Unternehmen müssen ihr eigenes Schicksal steuern können”

Henrik Husted Knudsen, Chefportfolioberater bei Danske Invest, konzentriert sich auf europäische Unternehmen, die ihr eigenes Schicksal unabhängig vom Marktumfeld steuern können. Hier erklärt der Experte, auf welche Faktoren Anleger achten sollten.

Danske-Invest Henrik-Husted-Knudsen in Danske Invest: Unternehmen müssen ihr eigenes Schicksal steuern können

Hernik Husted Knudsen von Danske Invest identifiziert attraktive Anlagechancen im Aktienbereich.

2016 war für Aktienanleger bisher ein schwieriges Jahr. Seit dem Einbruch im Januar und Februar haben sich die Märkte zwar wieder erholt, aber für Anleger war die Entwicklung seither immer noch kein Zuckerschlecken. Betrachtet man den europäischen Referenzindex Eurostoxx 50, haben Aktien aus der Eurozone insgesamt 8,5 Prozent verloren. Die Berichtssaison für das erste Quartal ist vorüber. Und fragt man Henrik Husted Knudsen, so waren die Geschäftsberichte der großen europäischen Unternehmen kein angenehmer Lesestoff.

Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Erträge der großen börsennotierten Unternehmen aus der Eurozone durchschnittlich 19 Prozent niedriger aus. Der Experte von Danske Invest registrierte jedoch starke Unterschiede auf der Branchenebene. So legten vor allem Konsumgüterproduzenten solide Ergebnisse vor, während das Resümee für die Energie- und Finanzbranchen schlecht ausfiel.

Positive Aussichten für europäischen Konsum

Henrik Husted Knudsen ist der Ansicht, dass es den Verbrauchern grundsätzlich gut geht – und das gilt für ganz Europa. „Wenn man Deutschland betrachtet, hatten noch nie so viele Menschen einen Job und die Zinsen waren noch nie so niedrig wie jetzt. Die Energiepreise sind ebenfalls günstig, wodurch die Verbraucher mehr Geld zur Verfügung haben. Es ist also wahrscheinlich, dass sich konsumorientierte Unternehmen auch künftig gut entwickeln werden – insbesondere diejenigen, die sich auf den europäischen Binnenkonsum konzentrieren.” Deshalb haben Henrik Husted Knudsen und seine Kollegen im europäischen Aktienteam schon lange einige der Unternehmen mit Schwerpunkt auf die Konsumgüterbranche in ihren Portfolios, jedoch nicht so viele rohstoffbezogene Firmen.

Bestimmte Unternehmenstypen im Fokus

Insgesamt konzentriert sich der Experte momentan auf eine besondere Kategorie europäischer Unternehmen. „In den kommenden Jahren wird das Marktumfeld für ein Gewinnwachstum für Gesellschaften aus der Eurozone höchstwahrscheinlich nicht sonderlich förderlich sein. Deshalb muss man Firmen aufspüren, die ihre Ergebnisse unabhängig vom europäischen und globalen Marktumfeld steigern – und somit ihr eigenes Schicksal steuern können”, ist Henrik Husted Knudsen überzeugt. Durch die Schaffung von Synergieeffekten können Unternehmen von innen heraus Verbesserungen erzielen und somit ihre Erträge auch ohne einen Ausbau der Umsätze steigern. Das sind oft solche Firmen, die eine Plattform aufgebaut haben und über den Erwerb anderer Unternehmen wachsen oder mithilfe von Umstrukturierungen Kosten einsparen und damit die Gewinne erhöhen.

Seite zwei: Unternehmen mit optimierter Lieferkette

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